Für ein schönes weißes Lächeln: Wie das Aufhellen gut funktioniert

Weiße Zähne sind ein weit verbreitetes Schönheitsideal, wobei zum Aufhellen der Zähne unterschiedliche Methoden angewandt werden. (Bild: Kurhan/fotolia.com)
Fabian Peters
Strahlend weißes Lächeln: Was beim Aufhellen wirklich hilft
In Filmen und im Fernsehen sieht man fast nur Menschen, die perfekt weiße Zähne haben. Und auch im Alltag begegnen einem immer mehr Personen, deren Lächeln wie aus der Werbung aussieht. Da stellt sich die Frage: Wie machen die das alle bloß? Experten haben Tipps, wie das Zähne aufhellen funktioniert.

Weiße Zähne als Schönheitsideal
Vor allem Stars wie Heidi Klum, George Clooney und Co strahlen uns mit porzellanweißen Zähnen von Werbeplakaten und aus dem Fernsehen entgegen. Doch auch immer mehr Menschen aus dem alltäglichen Leben versuchen diesem Schönheitsideal – oft erfolgreich – nachzueifern. Die Zähne verfärben sich im Laufe des Lebens. Dabei spielt das zunehmende Alter eine Rolle, aber auch verschiedene Lebensstilfaktoren. Darüber, was die verschiedenen Methoden zum Aufhellen wirklich bringen, klären Experten in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa auf.

Weiße Zähne sind ein weit verbreitetes Schönheitsideal, wobei zum Aufhellen der Zähne unterschiedliche Methoden angewandt werden. (Bild: Kurhan/fotolia.com)
Weiße Zähne sind ein weit verbreitetes Schönheitsideal, wobei zum Aufhellen der Zähne unterschiedliche Methoden angewandt werden. (Bild: Kurhan/fotolia.com)

Natürliche Verfärbung im Lauf des Lebens
Die Zahnfarbe, mit der man zur Welt kommt, ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Sie ist genetisch veranlagt und wird im Lauf des Lebens immer gelblicher. Doch auch manche Lebensumstände spielen eine Rolle. So verändert sich die individuelle Zahnfarbe zum Beispiel durch den Genuss stark pigmenthaltiger Lebensmittel wie Rotwein, Kaffee, schwarzer Tee, Rote Bete oder Heidelbeeren. „Solche Beläge lagern sich in der Zahnschmelzoberfläche ein und sind schwer wieder herunterzukriegen“, erläuterte Helmut Kesler, Zahnarzt und Vorstandsmitglied der Zahnärztekammer Berlin.

Zähne werden durch Zahnpasta nicht weißer als sie sind
Angeblich sollen sogenannte Whitening-Zahncremes die Zähne weißer machen, indem sie solche Beläge entfernen, doch letztlich wird damit der Wiederverfärbungseffekt verstärkt. „Die abrasiven Bestandteile solcher Zahnpasta führen meist nur dazu, dass die Zähne immer rauer werden und sich neue Pigmente einlagern“, so Kesler. Außerdem kann Zahnpasta die Zähne niemals weißer machen als sie ursprünglich sind. Die Geschäftsführerin der Kosmetikkommission des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Annegret Blume, warnte in der Agenturmeldung vor übermäßigem Gebrauch: „Wer solche Zahnpasta exzessiv benutzt, riskiert, die Zähne durch zu viel Abrieb anzugreifen.“

Regelmäßiges gründliches Zähneputzen
Dirk Kropp von der Initiative proDente empfiehlt als wirksamstes natürliches Mittel für hellere Zähne regelmäßiges, gründliches Zähneputzen. Dr. med. dent. MSc. MSc. Thomas Jung, Leiter der Dr. Jung Zahnklinik in Pfungstadt, hatte in einer älteren Meldung einige Ernährungstipps für ein strahlendes Lächeln parat. Demnach können beispielsweise harte Lebensmittel wie Nüsse, Äpfel und Karotten oder auch Käse dabei helfen, die Zähne gesund zu halten. Eine professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis kann einen Aufhellungseffekt haben. Dafür gibt es im übrigen auch Zuschüsse von etwa jeder zweiten Kasse.

Wirkung beim Bleaching kann enttäuschend sein
Wem das alles nicht reicht, dem bleiben laut der dpa-Meldung auf dem Weg zum Hollywoodlachen nur zwei Optionen: Bleaching oder Veneers. Bei ersterer Methode werden die Zähne mit Hilfe von chemischen Mitteln, meist Wasserstoffperoxid, gebleicht. Es ist dabei genau geregelt, wie viel davon in den freiverkäuflichen Bleaching-Streifen oder –Gels enthalten sein darf. „Die Europäische Kosmetikverordnung schreibt vor, dass in einem Bleaching-Produkt maximal 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid enthalten sein darf“, erläuterte Blume. Allerdings kann die erhoffte Aufhellungswirkung wegen der geringen Konzentration enttäuschend sein, wie Dirk Kropp erklärte. Er warnte zudem: „Wenn Bleaching-Streifen unsachgemäß eingesetzt werden, können chemische Mittel die Schleimhaut, also das Zahnfleisch, reizen.“

Kosten bis zu 1.000 Euro
Zwar schließt ein Bleaching beim Zahnarzt solche Nachteile aus, ist jedoch auch entsprechend teurer. Die Kosten werden von Kesler je nach Praxis auf bis zu 1.000 Euro geschätzt. Behandelt werden die Zähne im sichtbaren Bereich des Ober- und Unterkiefers. „Dabei trage ich ein Sauerstoffgel auf und bestrahle die Zähne mit einer Lampe“, sagte Helmut Kesler. „Das Licht aktiviert den Sauerstoff, der eine bleichende Wirkung hat.“ Allerdings ist Bleaching nicht für alle Patienten eine Möglichkeit. Dagegen sprechen unter anderem Parodontitis, Füllungen im Frontzahnbereich oder wurzelkanalbehandelte Zähne.

Verfärbte Stellen verblenden
Dann könnten nur Verblendschalen, sogenannte Veneers helfen. „Das sind Keramikschalen, die auf den Zahn aufgeklebt werden“, erklärte Kesler. Der Zahn muss dafür vorher etwas abgeschliffen werden, dann verblendet das Veneers verfärbte Stellen. Pro Zahn fallen hier Kosten von 600 bis 700 Euro an, schätzt der Zahnarzt. Wem das alles aber zu viel Aufwand ist, zu teuer oder zu risikoreich, der sollte sich ein Beispiel an Jürgen Vogel nehmen. Der charismatische deutsche Schauspieler zeigt sein Lachen gerne und oft – trotz Zähnen, die nicht ganz perfekt sind. (ad)

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