Gänseblümchen & Schnaps gegen Mückenstiche

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Heilpraxisnet

Mittel aus der Naturheilkunde zur Behandlung von Mückenstichen

11.08.2014

Mückenstiche sind in der Regel kein besonderes gesundheitliches Risiko, doch kann der Juckreiz äußerst unangenehm werden. Zudem erleichtern Verletzungen der Haut, die beim Kratzen entstehen, das Eindringen von Bakterien und anderen Krankheitserregern in den Organismus. Lokale Entzündungen sind hier eine typische Folge. Auch reagieren einige Menschen besonders empfindlich auf Mückenstiche, was mit entsprechenden Schwellungen, Rötungen und Flüssigkeitsansammlungen im Bereich der Einstichstelle einhergehen kann. Um den Juckreiz zu lindern und Sekundärinfektionen vorzubeugen, sind nicht nur in der Apotheke zahlreiche Salben erhältlich, sondern auch die Naturheilkunde bietet hier verschiedene Optionen.

Insbesondere pflanzliche Wirkstoffe haben sich in der Naturheilkunde als Hausmittel gegen Mückenstiche bewährt. Zum Beispiel sind laut Angaben von Peter Emmrich, Vizepräsident des Deutschen Naturheilbundes, gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“ frische Spitzwegerichblätter zu nennen, die gegen den Juckreiz wirken. Sie werden dem Experten zufolge direkt auf den Mückenstich aufgebracht, dort mit einem Tuch fixiert und entfalten anschließend eine beruhigende Wirkung. Emmrich rät, die Spitzwegerichblätter rund zwei Stunden auf dem Stich zu belassen. Weitere pflanzliche Wirkstoffe, die den Juckreiz lindern können, sind „der Saft ausgepresster Gänseblümchen samt Blättern und Stiel oder das Gel aus dem Inneren eines Aloe-vera-Stängels“, berichtet die Nachrichtenagentur „dpa“ unter Berufung auf den Experten.

Zwiebelauflagen desinfizieren und kühlen
Zeigen sich aufgrund eines Mückenstichs stärkere Hautreaktionen im Bereich der Einstichstelle, ist eine Zwiebelauflage empfehlenswert. Zur Anwendung erläuterte Emmrich, dass am besten eine dickere Zwiebelscheibe oder eine halbe Knolle mit einem Tuch über der Einstichstelle fixiert wird. Einerseits kühle und beruhige die Zwiebel die gereizte Haut, anderseits habe „der Schwefel im Zwiebelsaft eine desinfizierende und antibakterielle Wirkung“, so die Aussage des Allgemeinmediziners. Im Anschluss an die Zwiebelauflage rät Emmrich die Haut mit einer Ringelblumen-Creme (Calendula-Creme) einzureiben. Stärkere Hautreaktionen, die einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern erreichen können, sind laut Aussage des Experten zum Beispiel vermehrt zu beobachten, wenn Mücken vor dem Stich mit Spritzmitteln in Kontakt gekommen sind.

Schnapsumschlag auf den Mückenstich
Neben den pflanzlichen Wirkstoffen empfiehlt Emmrich einen Schnapsumschlag als Möglichkeit, um gegen die Mückenstiche anzugehen. Hierfür werde ein Tuch mit hochprozentigem klaren Alkohol getränkt und um die Schwellung gewickelt. Durch die Verdunstungskälte des Alkohols werde der Haut Wärme entzogen und diese könne sich sich beruhigen. Allerdings trocknet der Alkohol auch die Haut aus. Um dies zu vermeiden, sollte nach dem Schnapsumschlag die Haut mit Öl gepflegt werden, so Emmrich weiter.

Homöopathie bei Mückenstichen
Gegen Mückenstiche bewährt haben sich aus dem Bereich der Naturheilkunde auch verschiedene homöopathische Mittel, wie beispielsweise Ledum, Apis, Cantharis und Urtica urens. Allerdings sollte die Auswahl des geeigneten Mittels und der richtigen Potenz erfahrenen Homöopathen vorbehalten bleiben. (fp)

Bild: Frank Hollenbach / pixelio.de