Gartenarbeit wirkt Anzeichen von Demenz und Herzerkrankungen entgegen

Gartenarbeit wie beispielsweise umgraben oder rasenmähen, verschönert nicht nur den Garten, auch unsere Gesundheit wird positiv davon betroffen. Durch wöchentlich etwas Arbeit im Garten, können wir uns vor einigen Erkrankungen schützen und unser Wohlbefinden verbessern. (Bild: Photographee.eu/fotolia.com)
Alexander Stindt
Leichte Gartenarbeit verbessert das Wohlbefinden und verbessert unsere Gesundheit
Schon lange Zeit behaupten Gartenfreunde, dass etwas Gartenarbeit gut für die Gesundheit ist und hilft zu entspannen. Außerdem sind solche Menschen der Meinung, dass beispielsweise Umgraben und Unkraut jäten hilft, länger fit zu bleiben. Forscher fanden jetzt heraus, dass diese Menschen recht haben könnten. Denn Gartenarbeit helfe tatsächlich gegen frühe Anzeichen von Demenz und Herzerkrankungen.

Wissenschaftler stellten bei einer Untersuchung fest, dass Ärzte ihren Patienten mit früher Demenz oder Anzeichen für eine Krankheit des Herzens öfter raten sollten, mehr leichte Gartenarbeit zu erledigen. Diese Art der Arbeit bringe den Erkrankten nicht nur gesundheitliche Vorteile, sondern verbessere auch noch das Wohlbefinden. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „The Kings Fund“.

Gartenarbeit wie beispielsweise Umgraben oder Rasenmähen, verschönert nicht nur den Garten, auch unsere Gesundheit wird positiv davon beeinflusst. Durch wöchentlich etwas Arbeit im Garten können wir uns vor einigen Erkrankungen schützen und unser Wohlbefinden verbessern. (Bild: Photographee.eu/fotolia.com)
Gartenarbeit wie beispielsweise Umgraben oder Rasenmähen, verschönert nicht nur den Garten, auch unsere Gesundheit wird positiv davon beeinflusst. Durch wöchentlich etwas Arbeit im Garten können wir uns vor einigen Erkrankungen schützen und unser Wohlbefinden verbessern. (Bild: Photographee.eu/fotolia.com)

Gartenarbeit für die Aufrechterhaltung des zirkadianen Rhythmus
Ein gepflegter Garten ist meist schön anzusehen. Allerdings könnte dieser Garten auch noch ganz andere Vorteile für seine Besitzer mit sich bringen. Gärten und Außenflächen bieten Menschen mit Demenz den Zugang zu natürlichem Licht, welches wichtig für die Aufrechterhaltung des sogenannten zirkadianen Rhythmus ist, erklären die Autoren der Studie. Die Mediziner schlugen vor, dass der britische National Health Service (NHS) Gartenbauprojekte für seine Patienten einrichten sollte. Gärten seien eine außergewöhnliche nationale Ressource, denn fast 90 Prozent der britischen Haushalte verfügen über einen eigenen Garten und die Hälfte der Bevölkerung seien sogenannte Hobby-Gärtner, erläutern die Forscher. Wir sollten unsere Gärten noch mehr pflegen, um die Verbesserung unserer Gesundheit zu maximieren, so die Autoren weiter.

Verringertes Risiko für Herzerkrankungen, Krebs und Fettleibigkeit
Die Forscher erklären, dass regelmäßige Gartenarbeit zudem das Risiko von Herzerkrankungen und die Wahrscheinlichkeit für Krebs und Fettleibigkeit reduziere. Außerdem verbessert diese Art der Beschäftigung die Balance, fügen die Mediziner hinzu. Somit könne Gartenarbeit sogar dabei helfen, Stürze bei älteren Menschen zu verhindern. Es gebe auch andere ältere Studien, die behaupten durch Gartenarbeit können Depressionen, Einsamkeit, Angst und Stress abgebaut werden, berichten die Forscher. Eine Studie habe gezeigt, dass bereits sechs Monate Gartenarbeit bei Menschen mit Demenz dazu führen, das der kognitive Rückgang in den nächsten 18 Monaten verlangsamt wird. Gärten berühren unsere Sinne, besonders durch deren Gerüche, was für Menschen mit Demenz sehr wichtig ist, erklären die Experten.

Ärzte sollten Gartenarbeit zur Prävention von Krankheiten einsetzen
Die Mediziner vermuten, dass schon eine halbe Stunde Umgraben im Garten etwa 150 Kalorien verbrennt. Die gleich Zeit Harken verbrennt 120 Kalorien und den Rasenmäher schieben verbrennt sogar 165 Kalorien, schätzen die Experten. Eine Fülle von Beweisen verbinde Gärten und Gartenarbeit mit einem breiten Spektrum von positiven gesundheitlichen Folgen, erläutert Hauptautor David Buck. Es sei jetzt wichtig, auf diesen Erkenntnissen aufzubauen und die Politik dazu zu bringen, Gartenarbeit zur Prävention von Krankheiten einzusetzen, fügt der Mediziner hinzu.

Gartenarbeit verbessert die allgemeine Stimmung und löst Verspannungen
In den vergangenen Jahren hatten bereits Untersuchungen der Universitäten von Westminster und Essex vorgeschlagen, jede Woche etwa 30 Minuten Gartenarbeit zu durchzuführen, um das Selbstwertgefühl und die allgemeine Stimmung anzuheben, berichten die Wissenschaftler. Außerdem sei es möglich, durch leichte Arbeit im Garten Verspannungen zu lösen und Gefühle wie beispielsweise Depressionen, Wut und Verwirrung zu vermindern. Die therapeutische Wirkung von Gartenarbeit oder einfach draußen im Garten verbrachte Zeit, ist gut für unser Wohlbefinden, sagen die Wissenschaftler. (as)

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