Gefährliche Bakterien: Mann ging mit neuem Tattoo baden und starb

Fabian Peters
Mann mit neuer Tätowierung erleidet beim Baden eine tödliche Infektion
Bei m Baden im Golf von Mexiko hat sich ein Mann eine tödliche Bakterieninfektion zugezogen. Er war mit einer frischen Tätowierung ins Wasser gegangen, so dass Bakterien der Gattung Vibrio vulnificus in seien Körper eindringen konnten, die anschließend einen septischen Schock verursachten. Die Warnhinweise wegen des Infektionsrisiko bei einem neuen Tattoo hat der Mann offenbar ignoriert.

Bei einem Tattoo wird die Haut verletzt und über die Wunden können leicht Krankheitserreger in den Organismus gelangen. Daher ist nach einer Tätowierung Vorsicht angebracht und es sollte eine spezielle Tattoopflege erfolgen. Das Fachmagazin „BMJ Case Reports“ berichtet aktuell über einen Fall, bei dem ein Mann die Warnungen sträflich ignoriert hat und mit seinem neuen Tattoo im Golf von Mexiko schwimmen ging. Er erlitt eine tödliche Infektion mit Bakterien der Gattung Vibrio vulnificus.

Bei einem Tattoo wir die Haut verletzt und über die Wunde können Erreger eindringen, die schlimmstenfalls zu lebensbedrohlichen Infektionen führen. (Bild: belyjmishka/fotolia.com)

Gefährliche Bakterien in die frische Tattoo-Wunde eingedrungen
Vibrio vulnificus sind Bakterien, die häufig in marinen Gewässern vorkommen. Auch in der Ostsee sind diese Bakterien heute bereits verbreitet. Beim Menschen können die Bakterien auf verschiedenen Wegen zu einer Infektion führen. So ist eine orale Aufnahmen über kontaminierte Lebensmittel wie Austern und andere Meeresfrüchte möglich, aber die Erreger können auch in offene Wunden eindringen. Letzteres ist anscheinend bei dem verstorbenen Patienten geschehen. Der Mann entwickelte eine Wundinfektion im Bereich seines neuen Wadentattoos, die sich rasch ausweitete.

Patienten mit chronischer Lebererkrankung besonders gefährdet
Im Krankenhaus konnte der Verdacht auf eine Infektion mit Vibrio vulnificus anhand von Blut- und Wundkulturen bestätigt werden, berichten die behandeln Ärzten in dem Fachmagazin „ BMJ Case Reports“. Trotz einer umgehend eingeleiteten Intensivbehandlung habe der Patient eine Zellulitis (Entzündung des Unterhautgewebes) entwickelt und sei schließlich einem septischen Schock erlegen. Die Mediziner betonen dabei den Zusammenhang mit einer vorliegenden chronischen Lebererkrankung des Mannes. Denn grundsätzlich seien Infektionen mit Vibrio vulnificus für Patienten mit Leberleiden besonders gefährlich.

Auf Anzeichen einer Vibrionen-Infektion achten
Mediziner sollten bei Patienten mit chronischer Lebererkrankung, die rohe Austern verzehrt oder im Meerwasser gebadet haben, besonders wachsam sein, wenn Hinweise auf eine Vibrionen-Infektionen vorliegen, so die Warnung in dem aktuellen Fallbericht. Mögliche Symptome der Infektion sind Erbrechen, Durchfall, Leibschmerzen und eine Dermatitis mit Blasenbildung. Insbesondere Patienten mit chronischen Lebererkrankungen erleiden im Zuge der Infektionen nicht selten einen lebensbedrohlichen septischen Schock. (fp)