Gefährliche Kräutermischungen: 14-Jähriger nach Drogenkonsum in der Klinik

Alfred Domke
Keinesfalls harmlos: Jugendlicher muss nach Konsum von Kräutermischung in Klinik
Immer wieder wird auf die gefährlichen Nebenwirkungen von Kräutermischungen hingewiesen. Doch die sogenannten „Legal Highs“ bleiben bei manchen Jugendlichen beliebt. Ein 14-Jähriger aus Bayern musst nun am eigenen Leib erfahren, wie gefährlich die Drogen sind.

Vermeintlich harmlose Kräutermischungen sind gefährlich
Schon seit Jahren warnen Experten vor sogenannten Legal Highs, die als vermeintlich harmlose Kräutermischungen oder Badesalz online unters Volk gebracht werden. Der Konsum der Rauschmittel kann zu Vergiftungen führen und sogar tödlich enden. Ein 14-Jähriger aus Bayern musste nun am eigenen Leib erfahren, wie gefährlich die Drogen sein können.

In Bayern musste ein 14-Jähriger schmerzhaft erfahren, wie gefährlich Kräutermischungen sein können. Er erlitt schwere Krampfanfälle und musste ins Krankenhaus gebracht werden. (Bild: Jörg Hüttenhölscher/fotolia.com)

14-Jähriger erlitt schwere Krämpfe
Laut Polizeibericht hat ein 14-Jähriger aus Freising schmerzhaft lernen müssen, dass auch die sogenannten Kräutermischungen zu fatalen Wirkungen führen können.

Den Angaben zufolge wurden die Beamten am Donnerstag über eine Person mit Krampfanfällen informiert, die eventuell aufgrund von Drogenkonsum bei einem Kinderspielplatz entstanden. In der Tat fand die Polizei bei dem Teenager eine kleine Menge Kräutermischung (0,23 Gramm).

Der Jugendliche, der sich mehrmals übergeben hatte, wurde im Krankenwagen ins Klinikum Landshut gebracht. Der Vater des Jungen wurde verständigt. Über seinen aktuellen Gesundheitszustand liegen laut Polizei keine Erkenntnisse vor.

Den 14-Jährigen erwartet, wenn er wieder gesund ist, ein Strafverfahren wegen Erwerb und Besitzes von Betäubungsmitteln.

Nebenwirkungen oft unkalkulierbar
Experten warnen immer wieder vor den vermeintlich harmlosen Kräutermischungen, da ihre Inhaltsstoffe häufig unbekannt und somit die Nebenwirkungen ihres Konsums oft unkalkulierbar sind.

Die Rauschmittel können zu Vergiftungen führen und je nach Zusammensetzung Panikattacken und Halluzinationen auslösen. Außerdem können körperliche Beeinträchtigungen wie Blutdruckschwankungen, Übelkeit und Erbrechen, Atemnot, schwerwiegende Herz-Kreislauf-Probleme wie Herzrasen oder Herzstillstand, Krämpfe oder komatöse Zustände auftreten.

Mitunter enden sie auch tödlich. So war im letzten Jahr in Rheinland-Pfalz eine junge Frau nach dem Konsum von Kräutermischungen verstorben. Die gefährlichen Stoffe sind auch für Minderjährige frei erhältlich. (ad)