Gefährlicher Krankheitserreger: Zika-Virus in New York eingetroffen

Gefährlicher Virus in New York angekommen. Bild: decade3d - fotolia
Sebastian
In den USA angekommen: Drei Menschen in New York positiv auf Zika-Virus getestet
Das gefährliche Zika-Virus, das sich schon seit längerem in Ländern Mittel- und Südamerikas verbreitet, ist nun auch in den USA angekommen. Wie bekannt gegeben wurde, sind drei Menschen in New York positiv auf den Erreger getestet worden. Die Betroffenen hatten sich zuvor in gefährdeten Gebieten aufgehalten.
Reisewarnung für Schwangere
Erst kürzlich wurde von US-Gesundheitsbehörden die Warnung ausgesprochen, dass Schwangere momentan nicht nach Lateinamerika verreisen sollten. Grund dafür ist die aktuelle Ausbreitung eines gefährlichen Krankheitserregers in mehreren Ländern der Region: Das Zika-Virus, das durch Mücken übertragen wird, kann vermutlich auf Ungeborene übertragen werden und zu schweren Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen führen. Allein in Brasilien sind in den vergangenen Monaten über 3.500 Kinder mit Fehlbildungen zur Welt gekommen, die auf eine Infektion mit dem Zika-Virus in Verbindung gebracht werden. Nun ist der Erreger auch in den USA festgestellt worden.

Gefährlicher Virus in New York angekommen. Bild: decade3d - fotolia
Gefährlicher Virus in New York angekommen. Bild: decade3d – fotolia

Drei Personen in New York positiv auf Virus getestet
Einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP zufolge sind in New York drei Menschen positiv auf das Zika-Virus getestet worden. Wie die New Yorker Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte, waren die Patienten alle kürzlich in Gebiete gereist, in denen das Virus derzeit verbreitet ist. Einer der Patienten hat sich den Angaben zufolge bereits vollständig erholt, die beiden anderen sind auf dem Weg der Besserung. Behörden in den USA raten werdenden Müttern von Reisen in inzwischen 22 Regionen in Südamerika und der Karibik ab, wo das Zika-Virus auftritt.

Erreger ist nicht tödlich
Der Erreger ist nicht tödlich und führt laut Gesundheitsexperten bei rund 20 Prozent der Infizierten zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und manchmal Hautausschlag. Das Virus wird aber auch verantwortlich gemacht für tausende Fälle von Mikrozephalie bei Babys. Dabei werden die Kinder mit einem ungewöhnlich kleinen Kopf geboren, was zu Hirnfehlbildungen führen kann. Es ist jedoch noch nicht eindeutig belegt, dass das Virus der Auslöser dafür ist. (ad)

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