Geflohene Ebola-Patienten wieder im Krankenhaus

Heilpraxisnet

Entflohene Patienten wieder im Krankenhaus aufgenommen

19.08.2014

Nachdem ein aufgebrachter Mob eine Quarantänestation in der Hauptstadt Liberias gestürmt hatte und daraufhin 17 infizierte Ebola-Patienten geflüchtet waren, sind nun wieder alle entflohene Patienten in der Klinik, so die Mitteilung der Nachrichtenagentur „Reuters“. Angesichts der Infektionsgefahr, die von den Ebola-Patienten ausging, waren die nationalen und internationalen Gesundheitsbehörden extrem beunruhigt über die Meldungen zur Flucht der Infizierten.

Am Wochenende waren die Ebola-Patienten aus der provisorischen Quarantänestation eines Krankenhauses im Armenviertel der Hauptstadt Monrovia geflohen. Eine aufgebrachte Menschenmenge hatte zuvor die Quarantänestation gestürmt. Mit der Flucht aus dem umfunktionierten Schulgebäude entzogen sich die Infizierten auch der ärztlichen Obhut und die Behörden fürchteten eine Übertragung des tödlichen Virus auf zahlreiche weitere Mitmenschen. Es folgte eine intensive Suche nach den Patienten. Nun sei es gelungen alle 17 wieder aufzuspüren und sie in einer Spezialklinik unterzubringen, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ unter Berufung auf den liberianischen Informationsminister Lewis Brown.

Liberia leidet derzeit am stärksten unter der Ebola-Epidemie, die Ende vergangenen Jahres in Guinea ihren Anfang nahm. Täglich kommen neue Meldungen über Infektionen und Todesfälle hinzu. 834 Ebola-Infektionen und 466 Todesfälle wurden bis dato aus Nigeria bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet. Insgesamt sind im Zuge der Ebola-Epidemie in Westafrika bislang laut Angaben der WHO 2.240 Menschen erkrankt und 1.229 Menschen an den Folgen der Infektion verstorben. Angesichts der Ausmaße der Epidemie hat die WHO sich bereits vor gut einer Woche für den Einsatz unerprobter Arzneien entschieden. Hierzu zählt auch das Medikament „Zmapp“, welches zur Versorgung der Patienten nach Liberia geliefert wurden. Der Informationsminister Liberias erklärte diesbezüglich, dass die drei afrikanischen Ärzte, welche derzeit mit dem Wirkstoff behandelt werden „beachtliche Zeichen der Besserung“ zeigen, so die Mitteilung der Nachrichtenagentur „Reuters“. (fp)

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Bildnachweis: Dieter Schütz / pixelio.de