Gendenkfeier für Gunter Sachs geplant

Fabian Peters

Ehrung von Gunter Sachs durch eine große Gedenkfeier geplant

11.05.2011

Nach dem Freitod des an Alzheimer erkrankten Gunter Sachs planen die Angehörigen eine Beisetzung „im engsten Familienkreis“, erklärte der Sohn des prominente Unternehmers, Rolf Sachs. Gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“ kündigte Rolf Sachs jedoch eine Gedenkfeier in größerem Umfang zu einem späteren Zeitpunkt an.

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Gunter Sachs hatte sich am 7. Mai angesichts einer selbst diagnostizierten Alzheimer-Erkrankung das Leben genommen. Er sei überzeugt durch die Studie umfassender Publikationen erkannt zu haben, dass er an der „ausweglosen Krankheit A.“ litt, schrieb der Verstorbene in seinem von der Familie veröffentlichten Abschiedsbrief. „Der Verlust der geistigen Kontrolle über mein Leben wäre ein würdeloser Zustand, dem ich mich entschlossen habe, entschieden entgegenzutreten“, begründete Gunter Sachs seinen letzten Schritt.

Beerdigung von Gunter Sachs im engsten Familienkreis geplant
Familie und Freunde des 78-Jährigen Gunter Sachs sind von dem Freitod des prominenten Unternehmers, Künstlers, Fotografen und Astrologieforschers schwer getroffen. Nachdem der Leichnam im Anschluss an die rechtsmedizinische Untersuchung freigegeben wurde, planen die Angehörigen nun eine Beerdigung „im engsten Familienkreis“, erklärte Rolf Sachs. Weitere Details zu der Beisetzung gab der Sohn des Verstorbenen nicht bekannt. Ort und Zeitpunkt der Beerdigung werden nicht veröffentlicht, da die Beisetzung „eine rein private Angelegenheit“ sei, betonte Rolf Sachs. Es werde jedoch zu einem späteren Zeitpunkt eine öffentliche Gedenkfeier für seinen verstorbenen Vater geben, so die Aussage von Rolf Sachs gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“.

Freunde und Familie vom Tod des Gunter Sachs schwer erschüttert
Während es in den vergangenen Jahren eher ruhig um die öffentliche Person des Gunter Sachs geworden war, galt dieser vor allem in den 1960er und 70er Jahren als eleganter Playboy und Lebemann, der unter anderem von 1966 bis 1969 mit der französischen Schauspielerin Brigitte Bardot verheiratet war. Diese zeigte sich von dem Suizid des 78-Jährigen tief erschüttert und erlitt den Angaben der Schweizer Zeitung „Blick“ zufolge einen Zusammenbruch. „Ich bin derart erschüttert und traurig, dass ich mich erst nach Gunters Beerdigung richtig äußern kann“, zitierte die Schweizer Zeitung den ehemaligen Filmstar. „Das tue ich auch aus großem Respekt, den ich gegenüber der ganzen Familie Sachs habe“, so die weitere Stellungnahme von Bardot.

Alzheimer: Die ausweglose Krankheit
Dass Gunter Sachs sich angesichts einer drohenden Alzheimer-Erkrankung, das Leben genommen hat, scheint für Außenstehende relativ unverständlich, da Sachs bisher kaum erkennbar unter den Symptomen litt. Doch Experten wissen, dass zwar die anfänglichen Merkmale der speziellen Demenz-Erkrankung nur geringe Auswirkungen haben, doch mit dem fortschreitenden Verlauf eine vollständiger Verlust der Persönlichkeit droht, da nicht nur Alltägliches sondern auch die eigene Biographie immer mehr in Vergessenheit gerät. Eine Aussicht auf Heilung besteht nicht und die Betroffenen können lediglich darauf hoffen, durch eine entsprechende Therapie ein paar Jahre länger alltagsfähig zu bleiben. Dies führte Gunter Sachs letztendlich zu dem Entschluss, seinem Leben ein Ende zu setzen, bevor seine Persönlichkeit verloren ging. (fp)