Geschlechtskrankheiten werden häufig nicht erkannt

Fabian Peters
Geschlechtskrankheiten: Was tun, wenn es „untenrum“ brennt?
In manchen Regionen Deutschlands treten Geschlechtskrankheiten immer öfter auf. Infektionen können auch ohne Symptome bleiben. Die Erreger können aber dennoch weitergegeben werden. Häufig schämen sich Betroffene und meiden daher einen Arztbesuch. Das kann gefährlich werden.

Intimgeruch, wenn der Intiembereich bel riecht
Geschlechtskrankheiten verursachen oft Bechwerden im Intimbereich, können jedoch auch ohne Symptome verlaufen. (Bild: SENTELLO/fotolia.com)

Geschlechtskrankheiten können gefährlich werden
Seit Jahren sind in Europa sexuell übertragbare Krankheiten wie Tripper, Syphilis und Konsorten auf dem Vormarsch. In manchen Gegenden, wie etwa in Sachsen, infizieren sich immer mehr Menschen mit solchen Erregern. Zu diesem Ergebnis kam die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) in ihrem aktuellen „Jahresbericht 2014“. Experten raten immer wieder, dass man bei Jucken im Intimbereich zum Urologen gehen soll. Doch viele tun dies nicht und das kann gefährlich werden.

Viele schämen sich wenn es „untenrum“ juckt
Oft schämen sich Betroffene, wenn es „untenrum“ juckt, brennt oder kratzt und vermeiden es deshalb, einen Arzt aufzusuchen. Doch dies wäre dringend nötig. Manche Geschlechtskrankheiten können zu Unfruchtbarkeit oder gar Krebs führen, wenn sie unbehandelt bleiben. Dies berichtet das Tablet-Magazin „Apotheken Umschau elixier“. Den Angaben zufolge gibt es gegen Tripper, Syphilis oder die in Deutschland häufigen Chlamydien wirksame Therapien. Allerdings bleibt eine Infektion auch häufig symptomlos. So werden Erreger oft ungewollt an Partner weitergegeben.

Mit Kondomen vor Ansteckung schützen
Problematisch ist Gesundheitsexperten zufolge auch, dass sich bei manchen der Krankheiten Beschwerden erst nach längerer Zeit zeigen können. So sind zwar rötliche Geschwüre an den Geschlechtsorganen beziehungsweise dort, wo die Erreger in den Organismus eindringen konnten, mögliche Anzeichen einer Syphilis-Infektion, doch im Anfangsstadium sind diese Geschwüre meist nicht von Schmerzen begleitet. Sie geben jedoch eine wässrige Flüssigkeit ab, durch die eine Übertragung der Erkrankung droht. Etwa zwei Monate nach der Infektion leiden Betroffene meist unter grippeähnlichen Symptomen, wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Die Lymphknoten schwellen an und es entwickelt sich ein juckender Hautausschlag. Egal ob Syphilis oder andere Geschlechtskrankheiten: Durch die Verwendung von Kondomen schützt man sich und auch den Sexualpartner vor einer Ansteckung. (ad)