Gesunde Brennnesseln sind kein Unkraut

Fabian Peters

Brennnesseln: Unkraut für Gärtner, gesundes Nahrungsmittel für Feinschmecker

10.05.2011

Brennnesseln gelten bei den meisten Gartenbesitzern als Unkraut, doch die wildwachsende Pflanze ist auch als Nahrungsmittel beliebt und es werden der Brennnesseln darüber hinaus verschiedene positive Eigenschaften auf die Gesundheit zugeschrieben.

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Der aid infodienst – Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V. hat in einer aktuellen Pressemitteilung auf die Vorzüge der momentan überall sprießenden Brennnesseln hingewiesen. So lassen sich dem Informationsdienst zufolge vor allem aus den jungen Blätter des gemeinen Unkrauts verschiedene besonders gesunde Feinschmeckergerichte kreieren.

Verarbeitung der Brennnesseln als Salat, Gemüse oder Tee
Der "aid infodienst" empfiehlt zum Beispiel die Kombination der jungen fein-säuerlichen Brennnesselblätter mit Löwenzahn, Sauerampfer oder Bärlauch zu einem leckeren Wildkräutersalat. Aber auch für die Verarbeitung zu Brennnesselsuppe und als Zugabe im Pfannkuchen, Rührei oder Kräuterbutter lasse sich das vermeintliche Unkraut nutzen, erklärten die aid-Experten. Ebenfalls zu empfehlen ist laut aid infodienst die Zubereitung als Gemüse. Dabei sollten die Blätter dem Informationsdienst zufolge ähnlich wie Spinat zunächst in kochendem Salzwasser blanchiert, nach dem Abgießen kleingehackt und anschließend gemeinsam mit gedünsteten Zwiebeln kurz erhitzt werden. Zum Abschmecken empfehlen die Experten Muskat, Salz und Pfeffer sowie bei Bedarf einem Spritzer Zitronensaft. Für die geschmackliche Note lässt sich das Gemüse mit ein wenig Sahne verfeinern. Neben der vom aid infodienst empfohlenen Zubereitung als Nahrungsmittel können die getrockneten Brennnessel auch als Tee aufgebrüht werden, wobei diesem besonders viele positive Eigenschaften wie die Förderung des Stoffwechsels und die Linderung von Harnwegserkrankungen, Verstopfungen, Durchfall, Magen- und Nierenschwäche sowie Rheuma und Gicht, nachgesagt werden.

Brennnesseln gesunde Ergänzung des Speiseplans
Die jetzige Jahreszeit eignet sich laut "aid infodienst" besonders gut zum Brennnessel-Sammeln, da die ersten etwa 20 Zentimeter langen Pflanzen im Frühjahr den besten Geschmack entfalten. Später seien bei den größeren Pflanzen vor allem die Triebspitzen für die Verarbeitung als Nahrungsmittel geeignet. Die Brennnesseln bilden dabei vor allem wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden, Mineralstoffen (Magnesium, Kalzium und Silizium), Vitaminen (Vitamin A, Vitamin C), Eisen und Eiweiß (höherer Eiweißgehalt als Sojabohnen) eine gesunde Ergänzung des Speiseplans. Um das unangenehme Brennen der Nesselhaare zu vermeiden, empfehlen die Experten die Brennnesseln in ein Tuch einzuwickeln und stark zu wringen, sie unter fließendem Wasser gründlich abzuduschen oder wie beschrieben zu blanchieren. Neben der Verwendung als Nahrungsmittel oder Tee, werden Brennnesseln auch zu Tinkturen verarbeitet und auf die Kopfhaut aufgetragen, da ihnen eine Haarausfall reduzierende Wirkung unterstellt wird. (fp)