Gesunde Haut durch Gemüse- und Fruchtkonzentrat

Astrid Goldmayer

Gesunde Haut durch Gemüse- und Fruchtkonzentrat

09.01.2012

Laut einer Studie der Universität Witten-Herdecke kann die regelmäßige Einnahme von Obst- und Gemüsekonzentraten die Gesundheit der Haut verbessern. Nach zwölf Wochen regelmäßiger Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel konnte eine Verbesserung der Mikrozirkulation der Haut um 39 Prozent erreicht werden.

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Verbesserte Mikrozirkulation der Haut durch Nahrungsergänzungsmittel
In der Studie wurden 52 Frauen zwölf Wochen lang beobachtet. Die Frauen erhielten zweimal täglich entweder Kapseln mit den Obst- und Gemüsekonzentraten oder Placebos. Nach dem Untersuchungszeitraum wurde die Mikrozirkulation der Haut anhand verschiedener Faktoren gemessen. Dabei stellte sich heraus, dass die Frauen, die das Nahrungsergänzungsmittel eingenommen hatten, eine um 39 Prozent verbesserte Mikrozirkulation ihrer Haut aufwiesen. Des Weiteren nahm die Hydration der Haut um durchschnittlich neun Prozent, die Dicke um etwa sechs Prozent und die Dichte um 16 Prozent zu. Bei der Gruppe der Frauen, die Placebos eingenommen hatte, konnte keine Verbesserung der Mikrozirkulation der Haut, sondern sogar ein Rückgang festgestellt werden. Lediglich die Hautdichte nahm etwas zu.

Die Mikrozirkulation ist ein wichtiges Indiz für die Hautgesundheit. Sie ist für die Verteilung von Sauerstoff und Nährstoffen zuständig. Mit der Studie konnte aufgezeigt werden, dass sich eine optimale Verteilung des Sauerstoffs und der Nährstoffe sehr günstig auf die Haut auswirken. Sie unterstützt den Stoffwechsel der Hautzellen und kann zur Hautverbesserung führen.

Die Haut ist das größte menschliche Organ
Die Haut ist mit 1,7 Quadratmetern, einer Dicke von 1,5 bis 4 Millimetern und einem Gewicht von 3,5 bis 10 Kilogramm das größte menschliche Organ. Sie bietet dem Körper Schutz vor Einflüssen, wie Hitze, Kälte, Erregern und verschiedenen Umwelteinflüssen und trennt dass Innen vom Außen. Als Sinnesorgan verfügt sie über Sinneszellen und Tastkörperchen und kann damit Schmerz und Temperatur wahrnehmen. Über ihre Schweißdrüsen sondert sie Flüssigkeit ab und ist durch Weiten oder Verengen der Hautgefäße an der Regulierung der Körpertemperatur beteiligt. Weitere Funktionen der Haut bestehen in der Atmung, der Abgabe von Schlackenstoffen mit dem Schweiß sowie der Speicherung der Vorstufe von Vitamin D3.

Die Haut wird auch als „Spiegel der Seele“ betrachtet, denn häufig lassen sich Empfindungen, seelische Belastungen und Probleme an ihr ablesen. Sie spiegelt sowohl organische als auch seelische Befindlichkeiten wider. So reagieren viele Menschen mit Erröten auf Gefühle wie Scham. Andererseits lassen sich auch organische Probleme an der Haut ablesen. Bei Lebererkrankungen juckt die Haut, bei einem Gallenstau verfärbt sie sich gelb und bei massiven Nierenerkrankungen wird sie fahl-grau. Mit ihren zahlreichen Funktionen und Aufgaben stellt die Haut ein ebenso lebenswichtiges Organ, wie beispielsweise das Herz dar. (ag)