Gesunde Kürbisse nicht nur zu Halloween

Alfred Domke

Kürbis mit vielen gesunden Inhaltsstoffen

06.10.2013

Noch bis November ist für Kürbisse Hochsaison. Das klassische Herbstgemüse lässt sich schmackhaft und abwechslungsreich zubereiten und ist äußerst gesund.

Kürbisse sind Beeren
Kürbisse gibt es in rund 800 Arten, von etwa 50 Gramm schweren Zierkürbissen bis hin zu Rekordkürbissen, die 600 Kilogramm wiegen können. Das Herbstgemüse gehört botanisch betrachtet zur Familie der Beerenfrüchte und lässt sich abwechslungsreich zubereiten. Nicht nur das schmackhafte Fruchtfleisch mit einem hohen Gehalt an antioxidativem Beta-Carotin, sondern auch die knackigen Kürbiskerne und das hochwertige Kürbiskernöl haben mittlerweile Einzug in die Küche auch hierzulande gehalten.

Reich an Vitaminen und Mineralstoffen
Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass der Stiel fest ist, denn wenn er fehlt, könnten Fäulnisbakterien in den Kürbis gelangen. Reife Früchte erkennt man daran, dass sie hohl klingen, wenn man auf die Schale klopft. Außerdem sollten sie keine Beulen oder Druckstellen haben. Wegen dem festeren Fruchtfleisch und mehr Aroma werden eher kleinere Kürbisse empfohlen. In den Früchten ist viel Vitamin A, B1, B2, C und E enthalten sowie wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium oder Natrium. Das Fruchtfleisch hat zudem nahezu keine Kalorien.

Zierkürbisse mit Bitterstoffen
Speisekürbisse sind im Gegensatz zu den Zierkürbissen in der Regel frei von Bitterstoffen, den sogenannten Cucurbitacinen. Diese können zu unangenehmen Schleimhautreizungen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen führen. Rohes Kürbisfleisch sollte daher vor der Zubereitung probiert werden und wenn es bitter schmeckt, sollte es weggeworfen werden. Zierkürbisse, die nicht zum Verzehr geeignet sind, werden im Handel mit entsprechenden Hinweisen versehen. Bei wenigen Sorten, wie etwa dem Hokkaido, kann die Schale mitgegessen werden.

Gesundheitsfördernde Wirkung in Studien nachgewiesen
Die gesundheitsfördernde Wirkung von Kürbis wurde bereits in mehreren Studien bestätigt. So hatten im Jahr 2007 Forscher an der East China Normal University festgestellt, dass Kürbisse zur Erneuerung von geschädigten Bauchspeicheldrüsenzellen anregen. Laut den Wissenschaftlern wirke Kürbisextrakt Vorstufen von Typ-2-Diabetes entgegen. In einer neueren Studie der University of the West Indies in Kingston, Jamaica, wurde Kürbiskernöl auf seinen möglichen Nutzen für frauenspezifische Beschwerden hin untersucht. Bei den Probandinnen wurde nach einer mehrtägigen Behandlung mit dem Öl eine blutdrucksenkende Wirkung festgestellt. Außerdem seien erhöhte „gute“ HDL-Cholesterin-Werte nachgewiesen worden, die den Abtransport von überschüssigem Cholesterin aus dem Gewebe fördern und den Cholesterinstoffwechsel in Balance halten würden.

Abwechslungsreiche und schmackhafte Gerichte
Neben all den gesundheitlichen Gründen, die für den Kürbis sprechen, darf nicht übersehen werden, dass er äußerst abwechslungsreich und schmackhaft zubereitet werden kann. Er schmeckt roh im Obstsalat, püriert in einer Suppe oder gebacken in einer Quiche. Früher wurde Kürbis oft in Essig und Öl aufgekocht und in Einmachgläsern eingelegt. Dies ist aber dank neuer Rezepte aus der Mode gekommen. Auf Internetseiten "vegetarische-rezepte.com" wie kann man sich leckere Ideen holen. (ad)

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Bild: H.D.Volz / pixelio.de