Gesunde Sommergerichte mit essbaren Blüten

Nina Reese

Essbare Blüten: Das „I-Tüpfelchen“ für viele Speisen

11.07.2013

Essbare Blüten sind lecker und gesund und geben vielen Gerichten durch vielfältige Geschmacks- und Würzvariationen eine ganz besondere Note. Doch nicht alles, was schön aussieht, eignet sich auch zum Verzehr – daher sollte bei der Auswahl der Blüten genau hingeschaut werden, denn einige Gartenblumen sind ungenießbar oder teilweise sogar giftig. Darüber hinaus gibt es aber viele Blütenblätter, die wahre Delikatessen sind und für tolle Sommergerichte verwendet werden können.

Vorsicht bei rotem Fingerhut, Maiglöckchen und Schierling
So sollten laut Heike Kreutz vom „aid infodienst“ der Rote Fingerhut, Maiglöckchen und Schierling aufgrund ihrer Giftigkeit keinesfalls verzehrt werden, zudem dürften die Pflanzen „nicht gespritzt sein, sodass Zierpflanzen aus dem Handel in der Regel nicht geeignet sind“, so die Expertin in einer aktuellen Pressemitteilung des „aid“. Stattdessen würden sich zum Beispiel für Salate Blüten von Kapuzinerkresse, Veilchen, Rosen, Vergissmeinnicht, Ringelblumen, Schnittlauch und Salbei gut eignen, das Dressing sollte allerdings erst ganz zum Schluss dazu gegeben werden, „weil die empfindlichen Blüten rasch unansehnlich werden“, empfiehlt Heike Kreutz weiter.

Leckere Rezeptidee: Wildkräutersalat mit Ziegenkräuterkäsedressing
Für den Einsatz von Blüten ist auch ein leckerer Wildkräutersalat mit Ziegenkräuterkäsedressing empfehlenswert – dieser lässt sich schnell und unkompliziert zubereiten und bringt nicht nur Vitamine auf den Tisch, sondern auch sommerliches Flair.


Benötigt werden für 4 Personen:
1 Tüte/Schale Wildkräutersalatmischung mit Blüten
50 ml Olivenöl
1 EL Balsamico Bianco
40 ml Apfelsaft
50 ml Weißwein
2 EL Senf
70 g Ziegenkräutertorte
3-4 EL Agavendicksaft
1 Bund Radieschen
1-3 EL p.P. Pinienkerne (Menge nach Belieben)
Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer

Für die Zubereitung des Dressings werden zunächst Öl, Essig, Apfelsaft, Weißwein, Senf, Ziegenkräuterkäse und Agavendicksaft mit einem Pürierstab püriert und mit Gemüsebrühe und Pfeffer gewürzt. Im nächsten Schritt werden die Radieschen geviertelt, in einer Pfanne mit wenig Öl angebraten und dabei etwas gesalzen. Diese dann auf ein Küchentuch geben, um das Öl abtropfen zu lassen, anschließend die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl goldbraun rösten. Die Salatmischung wird nun mit den Radieschen auf einem Teller angerichtet, mit dem Dressing überzogen und mit den gerösteten Pinienkernen garniert.

„Blütenmarmelade“ aus Veilchenblüten schnell und einfach selbst kochen
Für Süßspeisen eignen sich der Expertin vom „aid“ nach zudem Rosen, Veilchen und Stiefmütterchen besonders gut – so bietet sich hier zum Beispiel die Möglichkeit, kandierte Rosenblätter zur Dekoration von Torten zu verwenden oder aus Veilchenblättern einen Brotaufstrich zu kochen. Für diesen sollte laut Kreutz zunächst Wasser, Zitronensaft und Puderzucker aufgekocht werden, dann würden die entstielten Veilchen hinzugegeben werden und das Ganze etwa 30 Minuten lang bei niedriger Temperatur gekocht – so lange, „bis ein eingedickter Sud entsteht“. Den fertigen Brotaufstrich dann ins Glas abfüllen und schon hat man eine leckere „Blütenmarmelade“, die sich auch wunderbar als kleines Gastgeschenk zur nächsten Grillparty mitnehmen lässt.

Wichtig: Auf den richtigen Zeitpunkt für die Ernte achten
Wer Blüten in der Küche verwenden möchte, der sollte laut der Expertin jedoch unbedingt auf den richtigen Zeitpunkt für die Ernte achten, denn verblühte Blumen haben kaum noch Aroma. So sei „für die meisten Arten der Vormittag ideal, wenn sich die Blüten gerade erst geöffnet haben“, schreibt Kreutz. Werden die Blüten dann schnell in eine Schale mit kaltem Wasser gelegt, würden sie für einige Stunden frisch bleiben – vorher sollten Stiele und grüne Kelchblätter jedoch entfernt sowie Staub oder versteckte Insekten durch vorsichtiges Spülen der Blüten beseitigt werden. (nr)

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