Gesundes Gemüse: Chicorée ist weniger bitter

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Gesundes Gemüse: Chicorée ist heute weniger bitter

04.03.2015

Aufgrund seines bitteren Geschmacks gehört Chicorée bei Deutschen zu den eher weniger beliebten Gemüsesorten. Allerdings enthalten die heutigen Sorten nur noch wenige Bitterstoffe, so dass der Strunk nicht mehr entfernt werden muss. Gesund ist das Wintergemüse allemal.

Heutige Sorten enthalten weniger Bitterstoffe
Viele lieben Chicorée aufgrund seines bitteren Geschmacks, andere wiederum verteufeln das Wintergemüse gerade deshalb. Früher war der Strunk, des knackigen Gemüses mit dem herb-frischen Aroma so bitter, dass man ihn meistens entfernt hat. Doch die heutigen Sorten enthalten einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa zufolge nur noch wenige Bitterstoffe. Die Sprossen können also komplett verwendet werden. Diejenigen, die den bitteren Geschmack nicht so gerne mögen, können einen Teelöffel Zucker in das Kochwasser geben oder die Blätter vor der Verwendung kurz in Milch einlegen.

Gesundes Wintergemüse
Chicorée eignet sich hervorragend als „Schiffchen“ zum dippen. Zudem passen die feinwürzigen Köpfe in Wok-Gemüse, Suppen und Aufläufe sowie als Beilage zu Fleisch und Meeresfrüchten. Besonders frisch schmeckt das Wintergemüse in fruchtigen Salaten, wie zum Beispiel als Chicoréesalat mit verschiedenen Früchten. Der kalorienarme Chicorée ist aber nicht nur lecker, sonder auch sehr gesund. Er enthält viel Folsäure und ist reich an den Vitaminen A, B1, B2 und C sowie an Beta-Karotin, Kalium, Kalzium und Magnesium. Seine Bitterstoffe (Lactucopikrin) regen Magensäfte und Gallefluss an und tragen so zum Verdauung anregen bei. Außerdem ist Chicorée reich an Ballaststoffen und dem Zucker Inulin. Diese Stoffe spielen eine Rolle bei der Vorbeugung von Darm-Erkrankungen, wie beispielsweise Darmkrebs. Aufgrund seiner harntreibenden Wirkung ist das Gemüse zudem bei Diabetes und Rheuma sehr zu empfehlen.

Gemüse in feuchtem Handtuch im Kühlschrank lagern
Nach der Ernte werden die Chicorée-Wurzeln in Wannen mit temperiertem Wasser umspült. Dann wachsen die zarten Sprossen innerhalb von drei bis vier Wochen in völliger Dunkelheit. Dadurch wird die Bildung von Chlorophyll verhindert und die Sprosse behält ihre blassgelbe Farbe. Es empfiehlt sich eine rasche Verarbeitung, damit sich die Blätter nach dem Abschnitt nicht bräunlich verfärben. Wenn nicht gleich alle Sprossen verwendet werden, sollte das Gemüse am besten in einem feuchten Küchenpapier oder Handtuch im Kühlschrank gelagert werden. Auf diese Weise bleibt es etwa eine Woche lang frisch und knackig. (ad)

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Bild: w.r.wagner / pixelio.de