Gesundheits-Gefahr für Arbeiter in Schlachthöfen

Alfred Domke

Arbeiter in Ställen und Schlachthöfen gefährden ihre Gesundheit

15.02.2014

Einer neuen Studie zufolge gefährden Menschen, die in Schweine- oder Geflügelställen oder einem angeschlossenen Schlachthof arbeiten, ihre Gesundheit. Die Arbeit dort trage zu einem deutlich erhöhten Risiko einer Atemwegserkrankung bei. Experten raten zu Nachbesserungen beim Arbeitsschutz.

Erhöhtes Risiko einer Atemwegserkrankung
Personen, die in Schweine- oder Geflügelställen oder einem angeschlossenen Schlachthof arbeiten, gefährden einer neuen Studie zufolge ihre Gesundheit. Die Arbeit in solchen Betrieben trage zu einem deutlich erhöhten Risiko einer Atemwegserkrankung bei. Wie Gunter Linsel von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte, würden einzelne Arbeitsplätze in der Produktionskette vom Stall zum Schlachthof eine „extrem hohe Belastung mit Stäuben und Keimen nach sich ziehen.“ Daher seien Nachbesserungen beim Arbeitsschutz, wie etwa Atemmasken oder belüftete Arbeitshelme, erforderlich.

Bestandteile in der Stall-Luft
Die Langzeitstudie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, bei der die Wissenschaftler über zwölf Jahre hinweg Mitarbeiter im Tierhaltungsbereich eines Unternehmens untersuchten, sollte herausfinden, welche krank machenden Bestandteile in der Stall-Luft vorhanden sind und wie Arbeiter effektiv davor geschützt werden könnten. Laut Projektleiter Linsel kamen sie zu folgendem Ergebnis: „Je enger und länger der Kontakt zum Tier, desto gefährlicher wird es für den Mitarbeiter.“

Arbeiten mit unterschiedlichen Risiken
Einer besonderen Gefährdung seien Angestellte in der Lebendtier-Annahme im Geflügelschlachthof oder auch Mitarbeiter der Brüterei ausgesetzt. Eher ein geringes Risiko würden Tätigkeiten, wie das Einsammeln von Eiern, mit sich bringen. Wie Linsel der Zeitung sagte, sei die Langzeitstudie noch nicht abgeschlossen, sondern derzeit würden noch Blutproben der einzelnen Mitarbeiter aus den vergangenen zwölf Jahren ausgewertet. Dadurch solle überprüft werden, ob es durch die Arbeit mit Tieren zu Anzeichen von Allergien oder Infektionen kommen könne. (ad)

Bild: Udo Böhlefeld / pixelio.de