Gesundheit: 2 Burger essen ist gesünder, als einen Burger und Pommes?

Alexander Stindt

Wie wirkt sich die Ausgewogenheit von Mahlzeiten auf den Körper aus?

Viele Menschen in Deutschland essen gerne mal einen Burger. Eine sehr beliebte Beilage zum Burger sind häufig Pommes. Ernährungsexperten raten jetzt dazu, dass bei einer solchen Mahlzeit lieber ein zweiter Burger anstatt Pommes verzehrt werden sollte. Als Grund dafür wird angegeben, dass es sinnvoll sei, sich auf die Ausgewogenheit einer Mahlzeit zu konzentrieren, um so beispielsweise sogenannte Heißhungerattacken zu vermeiden.

Oft werden Lebensmittel generell in zwei verschiedene Kategorien eingeteilt – gesund und ungesund. Wichtiger als die Orientierung an einer solchen Unterteilung ist es allerdings, bei der Ernährung auf die Ausgewogenheit einzelner Mahlzeiten zu achten.

Fast-Food wird auch in Deutschland immer beliebter. Eine Ernährungsexpertin rät jetzt dazu, lieber zwei Burger zu essen, statt einen Burger und Pommes als Beilage. Eine solche Ernährung sei angeblich ausgewogener und gesünder für den Körper. (Bild: Alexander Raths/fotolia.com)

Die Bedeutung von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten für eine gesunde Ernährung

Wenn Sie eine ausgewogene Mahlzeit zu sich nehmen möchten, sind dafür besonders drei Nahrungsmittel-Komponenten von wesentlicher Bedeutung. Es handelt sich dabei um Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Diese Komponenten übernehmen verschiedene Aufgaben im Körper. Protein ist beispielsweise sehr wichtig für die Funktion der Muskeln. Kohlenhydrate sind wichtige Energielieferanten und Fett wird vom Körper zur Verarbeitung von Vitaminen und Mineralstoffen verwendet. Wenn sich diese drei wichtigen Bausteine der Ernährung im Gleichgewicht befinden, ist dies das Zeichen für eine ausgewogene Ernährung. Solch eine Form der Ernährung würde beispielsweise dazu führen, dass Betroffene seltener unter sogenannten Heißhungerattacken leiden, erklärt die Ernährungsexpertin Emily Field auf ihrem englischsprachigen Portal.

Warum lieber einen zweiten Burger statt Pommes?

Bei einer klassischen Fast-Food-Mahlzeit sollten Sie lieber zwei Burger verzehren, anstatt als Beilage Pommes zu wählen. Die Erklärung dafür ist einfach: Ein einzelner Burger (ohne Käse und Sauce) hat etwa zwischen 300 und 400 Kalorien. Das Bürgerbrötchen enthält Kohlenhydrate und das Fleisch enthält wichtiges Eiweiß und Fett. Pommes enthalten dagegen hauptsächlich Kohlenhydrate und Fett. So sind diese angesichts des fehlenden Eiweiß nicht mit dem Grundsatz der ausgewogenen Ernährung vereinbar. Mit anderen Worten: Pommes zu einem Burger sind nicht empfehlenswert. Wenn die Pommes weggelassen und stattdessen ein zweiter Burger konsumiert wird, kann dies die Eiweißzufuhr zu verdoppeln und gleichzeitig werden Fette und Kohlenhydrate eingespart.

Eine gut ausbalancierte Ernährung ist sehr wichtig

Die für einige Menschen vielleicht skurril erscheinende Essensregel wurde auch schon wissenschaftlich untermauert. Eine Untersuchung stellte fest, dass eine gut ausbalancierte Ernährung sehr entscheidend ist, weil verschiedene Makronährstoffe bei der Regulierung des menschlichen Blutzuckerspiegels eine wichtige Rolle spielen. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich in der Fachzeitschrift Nutritional Metabolism veröffentlicht.

Wie viele Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß sollten wir täglich zu uns nehmen?

Mindestens 50 Prozent der täglichen Energiezufuhr sollte in Form von Kohlenhydraten aufgenommen werden, rät die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE). Bei Frauen würde dies etwa einer Menge von mindestens 230 Gramm entsprechen. Bei Männern liegt der Wert bei mindestens 300 Gramm. Davon sollte Eiweiß etwa acht bis zehn Prozent des täglichen Energiebedarfs ausmachen und Fette etwa 30 Prozent.

Nehmen Sie möglichst wenig gesättigte Fettsäuren zu sich

Wenn Menschen einen Energiebedarf von 2.000 Kilokalorien aufweisen, entspricht der empfohlene Fettanteil von 30 Prozent etwa 65 Gramm. Sogenannte gesättigte Fettsäuren sind meist in tierischen Produkten enthalten, der Anteil dieser Fettsäuren sollte bei der Ernährung möglichst gering gehalten werden, weil sonst ein negativer Einfluss auf die Blutfette im Körper entstehen könnte, sagen die Experten. (as)