Gesundheitsministerin warnt vor hohem Druck durch Digitalisierung

Bayerns Gesundheitsministerin Huml hat vor zu viel Druck durch die Digitalisierung am Arbeitsplatz gewarnt. Die technischen Möglichkeiten bringen neben den Vor- auch viele Nachteile mit sich. (Bild: foxyburrow/fotolia.com)
Alfred Domke
Ganzheitliches Gesundheitsmanagement am Arbeitsplatz: Druck durch Digitalisierung
Stress ist ein Alltagsphänomen, das heute fast jeder Erwachsene kennt. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Arbeitsleben. Die Digitalisierung führt hier manchmal zu noch mehr Druck und daraus resultierender gesundheitlicher Belastung. Arbeitgeber sollten daher am besten ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement anbieten.

Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesundheit
Deutschland ist im Dauerstress: Jeder zweite Bundesbürger ist laut Umfragen gestresst. Wesentlich verantwortlich dafür ist die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt und die ständige Erreichbarkeit im Beruf. Dies zeigte eine Studie mit dem Titel „Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten“, für die über 8.000 deutsche Arbeitnehmer befragt worden waren. Die bayerische Gesundheitsministerin warnt nun vor zu viel Druck durch die Digitalisierung.

Bayerns Gesundheitsministerin Huml hat vor zu viel Druck durch die Digitalisierung am Arbeitsplatz gewarnt. Die technischen Möglichkeiten bringen neben den Vor- auch viele Nachteile mit sich. (Bild: foxyburrow/fotolia.com)
Bayerns Gesundheitsministerin Huml hat vor zu viel Druck durch die Digitalisierung am Arbeitsplatz gewarnt. Die technischen Möglichkeiten bringen neben den Vor- auch viele Nachteile mit sich. (Bild: foxyburrow/fotolia.com)

Erhöhung des Arbeitstempos
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml wirbt dafür, möglichen Risiken für Arbeitnehmer durch die Digitalisierung frühzeitig entgegenzuwirken. „Bei allen Vorteilen bringen die neuen technischen Möglichkeiten auch Nachteile mit sich. Beispiele sind eine ständige Erreichbarkeit und die Erhöhung des Arbeitstempos. Deshalb sollte in Unternehmen darauf geachtet werden, dass der Druck auf Beschäftigte nicht zu groß wird“, mahnte die Politikerin.

Krankheitstage aufgrund psychischer Erkrankungen gestiegen
In einer Mitteilung des Ministeriums heißt es weiter: „Der jüngste Fehlzeitenreport spricht hier eine deutliche Sprache. Als Ursachen für Arbeitsausfälle gelten zunehmend auch psychische Störungen. Alarmierend ist, dass die Krankheitstage aufgrund psychischer Erkrankungen seit 2004 um nahezu 72 Prozent gestiegen sind.“

Ganzheitliches Gesundheitsmanagement
Huml fügte hinzu: „Deshalb ist es ein Gewinn für Arbeitgeber, ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement anzubieten. Es berücksichtigt neben den körperlichen auch die seelischen, emotionalen und sozialen Bedürfnisse der Mitarbeiter und nimmt den Mitarbeiter als ganze Persönlichkeit war.“

Das bayerische Gesundheitsministerium fördert im Rahmen der Initiative Gesund.Leben.Bayern. Modellprojekte zur Gesundheitsförderung und Prävention im betrieblichen Umfeld. (ad)

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