Gesundheitsrisiko: Grapefruit nicht mit bestimmten Arzneimitteln kombinieren

Alfred Domke
Kombination von Grapefruit und bestimmten Medikamenten birgt Gefahren
Um möglichst ohne Erkältung durch den Winter zu kommen, ist es ratsam viel gesundes, vitaminreiches Obst zu essen. Manche Sorten sollten jedoch nicht mit bestimmten Medikamenten kombiniert werden. Eine davon ist die Grapefruit.

Gesunde Grapefruits sind nicht ganz unbedenklich
Grapefruits gehören zu den gesündesten Früchten überhaupt. Sie sind wahre Vitamin-C-Bomben und kalorienarm. In Studien zeigte sich, dass der Saft aus der bittersüßen Frucht zur Senkung des Blutzuckerspiegels beitragen kann und somit der Vorbeugung von Diabetes dient. Des Weiteren bieten Grapefruits Schutz vor Herzkrankheiten. Und die enthaltenen Bitterstoffe regen die Verdauung, insbesondere die Fettverbrennung, an. Das Obst wird daher auch als natürlicher Schlankmacher angesehen. Doch die Frucht ist nicht ganz unbedenklich.

Gesundheitsexperten weisen darauf hin, dass es zu einer Wechselwirkung von manchen Lebensmitteln mit bestimmten Medikamenten kommen kann. Auch Grapefruits können die Wirkung von Arzneien beeinflussen. (Bild: M.studio/fotolia.com)

Wechselwirkung von Lebensmitteln und Medikamenten
Es ist schon lange bekannt, dass es zu einer Wechselwirkung von Lebensmitteln und Medikamenten kommen kann. So sollte man manche Tabletten nicht mit Milch oder Fruchtsaft nehmen, da dadurch der Verlust des Wirkstoffes oder Nebenwirkungen drohen.

Und erst kürzlich haben Gesundheitsexperten darauf hingewiesen, Goji-Beeren nie mit Blutverdünnern zu kombinieren, weil diese Mischung zu Blutungen führen könnte.

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Wirkung von Arznei kann abgeschwächt oder verstärkt werden
Auch andere Obstsorten können teilweise enorme Auswirkungen auf die Wirkung der eingenommenen Arzneimittel haben. „Die Grapefruit ist für ihr hohes Störungspotenzial bekannt“, schreibt die Zeitschrift „Naturarzt“ und weist darauf hin, diese Früchte nicht zu essen, wenn man seinen Blutdruck mit Medikamenten senkt.

Laut den Experten setzt der in der bitteren Frucht enthaltene Stoff Naringin ein bestimmtes Enzym außer Kraft, das dafür verantwortlich ist, dass der Arzneiwirkstoff so ins Blut gelangt, wie er gebraucht wird.

Den Angaben zufolge werde diese Kontrolle bereits durch 300 Milliliter Grapefruitsaft verhindert. Dadurch könne die Wirkung – je nach Medikament – verstärkt oder abgeschwächt werden.

Bei Einnahme bestimmter Medikamente Arzt fragen
Das Grapefruitsaft starke Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zeigt, ist schon länger bekannt. Auch die Antibabypille kombiniert mit Grapefruits kann gesundheitlich gefährlich werden. Es kann unter anderem zu einer Zunahme von Nebenwirkungen wie etwa Brustspannen kommen.

Zudem verträgt sich Grapefruit laut „Naturarzt“ nicht mit Arzneien wie Cholesterinsenkern, Immunsuppressiva, Antiarrhythmika, Psychopharmaka und Chemotherapeutika. Patienten sollten daher unbedingt ihren Arzt befragen, wenn sie solche Medikamente einnehmen. (ad)