Giftiger Staub durch Laserdrucker macht krank

Sebastian

Milliarden von Partikeln werden durch Laserdrucker ausgesondert

25.02.2013

Laserdrucker: Sie gelten als schnell und effizient. Viele Unternehmen setzen auf die Hightech-Geräte. Seit Jahren weisen aber immer wieder einzelne Experten auf die giftigen Gefahren von Laserdruckern hin. Bislang konnte aber keine größere Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisiert werden, so dass die Industrie nicht reagiert. Nun hat sich das NDR-Verbrauchermagazin „Markt“ sich der Thematik angenommen. Das Ergebnis: „Viele Laserdrucker sondern Milliarden von toxischen Stoffen in die Luft ab“. Zwar sind die Partikel extrem winzig, doch eben jener Zustand macht sich auch sehr gefährlich für die Gesundheit.

Bislang haben sich Verbraucherschützer oder Wissenschaftler den Gefahren von Laserdruckern nicht angenommen. Dennoch flammt immer wieder eine Diskussion über die Gefährlichkeit von Laserdrucker auf. Bestätigt ist, dass die Drucker extrem kleine Teilchen, sogenannte Nanopartikel, in die Umwelt abgegeben. Bisher fehlten eindeutige Daten, was in dem giftigen Feinstaub eigentlich enthalten ist.

Geheime Liste des Bundesumweltministeriums aufgetaucht
Nach Informationen des Fernsehmagazins „Markt“, konnten „die zum Teil sehr giftigen Emissionen konkreten Drucker-Modellen zugeordnet werden“. In diesem Kontext hatte das Bundesumweltministerium insgesamt 10 Drucker unterschiedlicher Hersteller auf Feinstaub-Emissionen labortechnisch untersucht. Als die Ergebnisse auf dem Tisch lagen, weigerte sich das Ministerium die Daten der Öffentlichkeit bekannt zu geben. Die Redakteure der Sendung konnten aber über einen Informanten an die hoch brisanten Daten herankommen.

Laut dem Magazin würde zum Beispiel der Konica Minolta Magicolor 4650 EN etwa 3,3 Milliarden Partikel pro gedruckter Din A4 Seite absondern. Des weiteren soll der Epson EPL N3000 rund 2,4 Milliarden Nanopartikel von sich geben. Laut der Untersuchungsergebnisse würden die Partikel auch mit Schwermetallen kontaminiert sein. Ein fast ebenso absondernder Laserdrucker sei der Brother HL 5240. Dieser würde laut der Ergebnisliste des Bundesumweltministeriums rund 1,4 Milliarden Partikel in die Luft blasen.

Nanopartikel mit Schwermetallen
Eben jene Partikel können sehr der Gesundheit schaden, sagen die Redakteure des NDR´s. Einige der untersuchten Drucker stoßen besonders viele Partikel mit Schwermetallen aus. Umweltmediziner und Toxikologen stufen diese Stoffe als „bedenklich“ ein. Eine Studie von Forschern der Universität Freiburg ergab, dass diese Stoffe die menschlichen Lungenzellen schädigen. „Daraus können Krebserkrankungen entstehen“, so die Freiburger Wissenschaftler. Acht der zehn analysierten Drucker sind nach Angaben des Senders „noch im Original oder in veränderte Bauweise im Handel“. Die NDR-Sendung ist heute Abend um 20.15 Uhr zu sehen. (sb)

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