Studie: Glühwein geht schneller ins Blut

Heilpraxisnet

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt nur in Maßen trinken

05.12.2014

Glühwein geht aufgrund seiner Temperatur schneller ist Blut als anderer Alkohol. Darauf weist der TÜV Rheinland hin. Wer zu viel von dem heißen und süßen Weihnachtsmarktgetränk zu sich nimmt, muss am nächsten Tag mit Kopfschmerzen rechnen. Dafür sei aber nicht der Alkohol, sondern die Zusatzstoffe im Glühwein verantwortlich.

Promillegehalt von Glühwein ist variiert
Glühweintrinken ist für viele Weihnachtsmarktbesucher ein festes Ritual. Dabei sollte man jedoch einiges beachten. „Heiß getrunkener Alkohol erweitert die Gefäße und regt Stoffwechsel und Kreislauf an. Deshalb geht der Alkohol schneller ins Blut über und führt schneller zu einer berauschenden Wirkung“, erläutert die Gesundheitsexpertin Karin Müller vom TÜV Rheinland. „Die Temperatur des Getränks hat jedoch keinen Einfluss auf den tatsächlichen Promillegehalt.“ Es zähle nur die Menge, die getrunken wurde. Zudem spiele es keine Rolle, ob zuvor etwas gegessen wurde. „Nur die subjektive Wirkung tritt später ein und ist schwächer, wenn der Magen gut gefüllt ist“, so Müller. Die Gesundheitexpertin rät dazu, zwischen zwei Glühweinen längere Pausen zu machen und Wasser zu trinken. Dadurch werden eine zu hohe Alkoholkonzentration im Blut verhindert.

„Der Alkoholgehalt eines Glühweins ist von Stand zu Stand unterschiedlich, so dass man nicht genau sagen kann, wie viele Promille dann wirklich im Blut ‚landen’“, informiert der TÜV. „Bei normaler Dosierung der Menge sind für Kopfschmerzen am nächsten Tag eher die Zusatzstoffe des Glühweins verantwortlich.“

Wer auf seine schlanke Linie achten möchte, sollte ohnehin möglichst auf den „Dickmacher“ verzichten, denn ein Glas Glühwein enthält mehr als 200 Kalorien. (ag)

Bild: Wolfgang Dirscherl / pixelio.de