Glyphosat in Muttermilch – Doch nicht gefährlich?

Sebastian
Die Nationale Stillkommission und das BfR haben auf die Veröffentlichungen des Bündnis 90/Die Grünen reagiert, die vor zu hohen Glyphosat-Konzentrationen in Muttermilch gewarnt hatten. Die Institutionen empfehlen Müttern, weiterhin zu stillen, da die veröffentlichten Werte zu Glyphosat in der Muttermilch weit unter dem gesundheitlich abgeleiteten Richtwert liegen würden.

Giftstoffe in Muttermilch?  (Bild: cicisbeo - fotolia)
Giftstoffe in Muttermilch? (Bild: cicisbeo – fotolia)

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat am 25. Juni 2015 berichtet, dass ein Labor in 16 Muttermilchproben den Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat gemessen hat, und diese Messungen als „sehr besorgniserregend“ bezeichnet. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Nationale Stillkommission schätzen die gemessenen Gehalte von bis zu 0,43 Nanogramm (ng) pro Milliliter (ml) als gesundheitlich unbedenklich ein.

Die veröffentlichten Werte würden bei Neugeborenen zu einer Glyphosataufnahme führen, die um einen Faktor von mehr als 4000 niedriger liegt als der in der EU abgeleitete Richtwert, bei dem keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten sind. Darüber hinaus bestehen erhebliche Zweifel an der Methodik des Tests. Die Nationale Stillkommission und das BfR weisen darauf hin, dass Muttermilch nach wie vor die natürliche und damit beste Nahrung für Säuglinge ist. Mütter sollten wie bisher stillen. (pm)