Google Armband zur frühzeitigen Krebserkennung

Heilpraxisnet

Google arbeitet an Armband zur frühzeitigen Krebserkennung

02.02.2015

Krebs ist in Deutschland nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Durch eine frühzeitige Diagnose könnten viele Menschen gerettet werden. Google entwickelt nun ein Armband, mit dem eine frühzeitige Krebserkennung möglich sein soll.

Armband zur Krebserkennung
Nach Herz-Kreislauferkrankungen ist Krebs in Deutschland die zweithäufigste Todesursache. Im vorvergangenen Jahr erlagen ein Viertel aller hierzulande verstorbenen Personen einem Krebsleiden. Je früher die Diagnose Krebs gestellt wird, desto wahrscheinlicher ist der Heilungserfolg. Die Forschung beschäftigt sich beim Kampf gegen Krebs daher besonders damit, Mittel und Wege zu finden, um eine Erkrankung so früh wie möglich feststellen zu können. Auch Google beteiligt sich daran und ist Presseberichten zufolge dabei, ein Armband zur frühzeitigen Krebserkennung zu entwickeln.

Krebs stoppen sobald er auftaucht
Wie das Internetportal „elektroniknet.de“ berichtet, ist es eine Strategie in der Krebsforschung, an der Erkennung schädlicher Krebszellen im Frühstadium zu arbeiten. Das Ziel dieser Strategie sei, die Krankheit zu stoppen, sobald sie auftaucht. Dem Portal zufolge versucht ein Team in Googles Entwicklungsabteilung Google X in Kalifornien genau das und zwar auf eine besonders revolutionäre Art und Weise. So wollen die Wissenschaftler ein Armband entwickeln, das Krebszellen detektiert. Wie es heißt, wurde das Projekt bereits im Oktober 2014 angekündigt.

Pille mit Nanopartikeln
Laut dem Bericht sollen magnetische Nanopartikel in den Blutkreislauf gebracht werden. Das könnte dadurch geschehen, das die Patienten sich die Nanopartikel in Form einer Pille zuführen. Den Angaben zufolge sollen die Nanopartikel-Detektoren nur ein Tausendstel des Durchmessers eines roten Blutkörperchens groß sein und sich dank ihrer speziellen Oberfläche an Moleküle, Proteine und Zellen im Blut heften. Wie „elektroniknet.de“ schreibt, soll dann ein mit einem Magneten ausgestattetes Kontrollgerät – das Wearable-Armband – die Partikel anziehen und die Zusammensetzung des Blutes feststellen. Mit dieser Technik könnte das Armband verschiedene Arten von Krebszellen in einem extrem frühen Stadium aufspüren und den Träger baldmöglichst auf eine eventuelle Krankheit hinweisen.

Methode in einem frühen Entwicklungsstadium
Auch ein drohender Herzinfarkt könnte mit der Methode möglicherweise erkannt werden, schreibt die englische Zeitung „Independent“. Die Forscher sind inzwischen dabei, ein künstliches Paar Arme aus einer Mischung künstlicher Haut und echter menschlicher Haut zu konstruieren. Die Modell-Arme werden laut dem Internetportal unter anderem dazu benötigt, verschiedene Hauttypen zu untersuchen. So geht man zum Beispiel davon aus, dass das Detektorsystem mit verschiedenen Hautfarben und Hautdicken unterschiedlich gut funktioniert. Die Methode ist noch in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung und es wird wohl noch Jahre dauern, bis das Produkt marktreif sein wird. (ad)

Bild: Hermann Meinold / pixelio.de