Grippe-Welle: Viren nicht überall verteilen

Heilpraxisnet

Grippe-Welle: Viren nicht verteilen – Mitmenschen schützen

24.02.2015

Derzeit breitet sich die Grippewelle in Deutschland immer weiter aus. Für eine Impfung ist es mittlerweile zu spät. In diesem Jahr bietet der Impfstoff ohnehin keinen optimalen Schutz. Betroffene können jedoch dazu beitragen, andere Mitmenschen nicht anzustecken.

Impfstoff wirkt erst nach zehn bis 14 Tagen
Zurzeit werden bundesweit immer mehr Influenza-Fälle gemeldet. Auch wenn der Höhepunkt der Grippewelle in drei Wochen erwartet wird, so liegen jetzt schon viele Menschen mit Beschwerden wie Fieber, Husten, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen flach. Eigentlich ist es angesichts der Grippewelle bereits zu spät sich impfen zu lassen, da es zehn bis 14 Tage dauert, bis der Impfstoff wirkt, wie Professor Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa erklärt. Er empfiehlt nur Personen aus Risikogruppen wie chronisch Kranken, Älteren, Schwangeren oder medizinischem Personal, die Impfung nachzuholen.

Auch Geimpfte können sich anstecken
Da sich der Grippe-Erreger aber verändert, ist man durch eine Impfung ohnehin nicht optimal geschützt. Auch Geimpfte können sich und andere anstecken. Wie können aber Betroffenen dazu beitragen, Mitmenschen nicht anzustecken? Löscher erklärt, wie man mit ein paar Tricks seine Viren für sich behält und so andere schützt: Kranke sollten unbedingt zu Hause bleiben, denn wer die Grippe hat, gehört nicht in den Kindergarten, in die Schule oder auf die Arbeit. „Das hat nichts mit blaumachen zu tun, sondern ist verantwortungsvoll“, hebt Professor Löscher hervor. Man schone damit sich selbst und schütze andere Menschen davor, sich anzustecken.

Gute Manieren beim Husten und Niesen
Beim Husten und Niesen sollte man sich von anderen abwenden und sich idealerweise ein Einwegtaschentuch vor Mund oder Nase halten. Das hat nicht bloß etwas mit gutem Benehmen zu tun, sondern man schützt dadurch auch andere vor Tröpfcheninfektion, betont Professor Löscher. Zudem ist es besser in die Ellbogenbeuge zu husten oder niesen und nicht in die Hand, wie Experten immer wieder empfehlen. Löscher erklärt weiter, dass häufiges und regelmäßiges Händewaschen einen selbst vor Grippe-Erregern schützt. Darüber hinaus verhindere es aber auch, dass man sie nicht überall verteilt und andere ansteckt. Für den Privatgebrauch hält der Experte Desinfektionsmittel für übertrieben. Normale Seife reiche seiner Meinung nach aus.

Zimmer regelmäßig lüften
Da sich Grippe-Viren im schlimmsten Fall ein bis zwei Tage, beispielsweise auf Türklinken oder Tischen, halten, kann regelmäßiges Abwischen oder Desinfizieren der Flächen Ansteckungen vorbeugen. Ganz wichtig ist zudem frische Luft, die die Luftfeuchtigkeit verbessert, was wiederum gut für die Atemwege des Kranken ist. Außerdem sorgt regelmäßiges Lüften laut Professor Löscher auch dafür, dass etwa hereinkommende Angehörige weniger Viren abbekommen. Andere Gesundheitsexperten raten auch immer wieder dazu, das Immunsystem zu stärken, um Erkrankungen wie Influenza vorzubeugen. (ad)

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