Grippewelle: 12.000 neue Fälle letzte Woche

Heilpraxisnet

Grippewelle: Gesamtwirtschaftlicher Schaden von bis zu 2,2 Milliarden Euro

05.03.2105

Die Grippe hat Deutschland weiterhin fest im Griff. Bis Ende Februar wurden bundesweit 38.455 Influenza-Fälle gemeldet. Allein in der vergangenen Woche kamen laut der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert-Koch-Institut (RKI) weitere 12.000 Grippe-Kranke hinzu. Experten zufolge könnte der Höhepunkt der aktuellen Grippewelle aber bereits erreicht sein.

Höhepunkt der Grippewelle könnte erreicht sein
Die Grippe greift weiterhin um sich – und das bundesweit. Die meisten neuen Fälle wurden in der vergangenen Woche in Süddeutschland (rund 4.500 Meldungen) und in Ostdeutschland (etwa 4.300 Influenza-Fälle) registriert. Aber auch in allen Region herrscht noch immer erhöhte Grippe-Aktivität. Die Zahl der Atemwegserkrankungen stieg dagegen nicht weiter an, was Experten zufolge ein erstes Anzeichen dafür sein könnte, dass die aktuelle Grippewelle ihren Höhepunkt erreicht hat.

Im Landesgesundheitsamt im Regierungspräsidium Stuttgart sprach man bereits von einem langsamen Rückgang. „Das Schlimmste scheint vorbei zu sein“, so Regierungspräsident Johannes Schmalzl gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“. In Baden-Württemberg wurden in de vergangenen Woche 1.889 Grippe-Fälle gemeldet. Das entspreche der wöchentlichen Höchstzahl seit Beginn des Jahres.

Hohe gesamtwirtschaftlicher Schaden durch die Grippe
Wirtschaftsforscher haben einen gesamtwirtschaftlichen Schaden durch die aktuelle Grippewelle von bis zu 2,2 Milliarden Euro errechnet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) könne aufgrund der vielen Krankheitsfälle um 0,3 Prozent zurückgehen, erläuterte Konjunkturexperte Torsten Schmidt vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) gegenüber der Nachrichtenagentur. Bei der Berechnung gingen die Wirtschaftsexperten davon aus, dass 20 Prozent der Bevölkerung an der Grippe erkranken und jeweils an fünf Tagen bei der Arbeit fehlen. Zum Vergleich: Bei der letzten großen Grippewelle 2012/2013 waren sogar 25 Prozent der Bevölkerung erkrankt. (ag)

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Bildnachweis: Dieter Schütz / pixelio.de