Grippewelle: Schutzimpfungen starten?

Heilpraxisnet

Für die Grippewelle gewappnet und Schutzimpfungen starten?

28.09.2014

Die nächste Grippewelle kann kommen, in den meisten Bundesländern ist man gewappnet. So auch in Thüringen. Dort ist nun der Grippeschutz-Impfstoff für die Arztpraxen verfügbar. Menschen aus Risikogruppen wird zur Schutzimpfung geraten.

Ähnliche Nachfrage wie im Vorjahr erwartet
In Thüringen ist man für die nächste Grippewelle gewappnet. Wie eine Sprecherin der Krankenkasse AOK Plus erklärte, werde der Impfstoff bereits ausgeliefert und sei für Arztpraxen verfügbar. In dieser Saison haben die gesetzlichen Krankenkassen mit drei Pharma-Unternehmen Impfstoff-Lieferverträge geschlossen. Es wurde mitgeteilt, dass die Apotheken im Freistaat mit einer ähnlichen Nachfrage rechnen, wie im vorigen Jahr. „Erstmals seit drei Jahren startet die Impfsaison ohne Probleme“, sagte der Vorsitzende des Thüringer Apothekerverbandes, Stefan Fink, gegenüber MDR Thüringen.

Jährlich lassen sich in Thüringen rund 500.000 Menschen gegen Virusgrippe (Influenza) impfen. Nach Angaben des Sozialministeriums wurden in der vergangenen Saison im Freistaat 243 Influenza-Erkrankungen registriert. Bundesweit fiel die Grippesaison im letzten Winter ungewöhnlich schwach aus. Allerdings ist die Entwicklung in jedem Jahr unwägbar. Normalerweise startet die Grippewelle nach dem Jahreswechsel, einzelne Fälle treten aber meist schon vorher auf. Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät vor allem Menschen aus Risikogruppen, sich zu schützen. Der beste Zeitpunkt für die Impfung sei in den Monaten Oktober bis November.

Impfung für Menschen aus Risikogruppen
Zu den Personen, denen zur Impfung geraten wird, zählen ältere Menschen über 60 Jahre, Schwangere, Personen mit chronischen Leiden, wie Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie medizinisches Personal. In diesen Gruppen sei die Impfquote zu niedrig und zudem die Gefahr größer, dass eine Infektion einen schwereren Verlauf nimmt. Kritiker der Grippeschutzimpfung weisen immer wieder auf die potentiellen Nebenwirkungen hin, die diese mit sich bringen kann. So kann es beispielsweise zu einer Rötung und Schwellung der Einstichstelle, Müdigkeit, Muskel- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Frösteln, Kopfschmerzen, Fieber oder Appetitlosigkeit kommen. Solche Impfreaktionen klingen normalerweise jedoch nach ein bis drei Tagen ab.

Vorbeugen ist sicherer
Eine Impfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz vor Grippe. Nicht nur deswegen wird von Experten regelmäßig darauf hingewiesen, dass man sich durch einen gesunden Lebensstil, etwa durch Sport und ausgewogene Ernährung, fit halten und mit Mitteln der Naturheilkunde das Immunsystem zu stärken kann und somit besser gewappnet ist für verschiedenste Infektionen. Ratsam ist es zudem, bestimmte Hygieneregeln einzuhalten. Unter anderem kann das Ansteckungsrisiko gesenkt werden, indem das Anhusten oder Anniesen von Personen möglichst vermieden wird, Papier- statt Stofftaschentücher benutzt werden und öfters gelüftet wird. Wichtig ist es außerdem, sich immer wieder gründlich die Hände zu waschen. (ad)

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