Gute Taten als Alternative zur „Biernominierung“

Alfred Domke

Statt „Biernominierung“: Gute Taten vollbringen

09.02.2014

Seit Wochen begeistert der neue Trend „Biernominierung“ auf Facebook immer mehr, vor allem junge Menschen. Nicht alle finden das fragwürdige Trinkspiel unbedenklich, sondern sehen darin unter anderem gesundheitliche Gefahren. Sozial engagierte Studenten haben nun eine Alternative dazu gestartet.

Fragwürdiges Trinkspiel
Immer mehr Menschen finden Gefallen an dem neuen Trend „Biernominierung“ auf Facebook. Bei dem fragwürdigen Trinkspiel filmen sich die Teilnehmenden, wie sie einen halben Liter Bier auf Ex trinken und nominieren dann drei Freunde, die das selbe tun müssen. Diejenigen, die ablehnen, sollen nach den Regeln eine Kiste Bier zahlen. Angefangen hat der Trend der auch unter Namen wie „Neknomination“ oder „Socialbeergame“ bekannt ist, wohl in Australien, und hat sich von dort rasend schnell auch bis nach Deutschland verbreitet.

Minister fordert Maßnahmen von Facebook
Nachdem bekannt wurde, dass das „Spiel“ bereits zu Todesfällen geführt haben soll, hat sich die Diskussion darüber verschärft. In Irland warnen Behörden bereits vor den Trinkspiel-Aufforderungen im Netz und rufen Facebook dazu auf, aktiv zu werden. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte der irische Kommunikationsminister Pat Rabbitte: „Es muss einem hochprofitablen und international agierendem Unternehmen wie Facebook doch möglich sein, eine Methode zu entwickeln, die die Gefahren durch "Neknominations" für die Nutzer hervorhebt.“

Gute Taten statt Alkohol
Auf ganz andere Art und Weise versucht eine Gruppe sozial engagierter, österreichischer Studenten, sich gegen das fragwürdige Trinkspiel zu stemmen. Bei ihrer Initiative „Change Nomination“ stehe statt Alkohol der gute Zweck im Vordergrund. Ziel sei es, gute Taten zu vollbringen und die Welt ein Stück besser zu machen. Das Prinzip sei das Gleiche wie bei „Biernominierung“: Man filmt sich bei einer guten Tat, etwa beim Spenden von Essen oder Kleidern, stellt das Video online und bittet drei Freunde, binnen 48 Stunden das selbe zu tun. Dieses soziale Engagement löste eine Kettenreaktion aus und mittlerweile haben User aus Ländern wie Deutschland, Japan, Australien oder Südafrika kurze Clips an die Initiative geschickt.

Alkohol gefährdet die Gesundheit
Alkohol und die Aufforderung zu dessen Konsum ist keineswegs harmlos. In Deutschland konsumieren etwa 9,5 Millionen Menschen Alkohol in gesundheitlich riskanter Form und etwa 1,3 Millionen Menschen gelten als alkoholabhängig, wie aus dem Drogenbericht der Bundesregierung für das Jahr 2013 zu entnehmen ist. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr 74.000 Menschen an den direkten und indirekten Folgen ihres Alkoholmissbrauchs. Zu den häufigsten – durch dauerhaften – Alkoholkonsum hervorgerufenen Krankheiten zählen unter anderem die Leberzirrhose, Schädigungen des Gehirns sowie Herzmuskel- und Krebserkrankungen wie zum Beispiel Leberkrebsoder Speiseröhrenkrebs. (ad)

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