Guter und günstiger PKV Schutz im Test

Nina Reese

Privater Versicherungsschutz muss nicht automatisch teuer sein

08.10.2013

Eine private Krankenversicherung (PKV) muss nicht immer teuer sein, stattdessen gibt es durchaus erschwingliche Angebote, die gute Leistungen bieten. Ein aktueller Test des Magazins „Focus Money“ und den Versicherungsexperten von Franke und Bornberg zeigt, welche Versicherer hier in Frage kommen und was diese dem Versicherten bieten.

„Focus Money“ testet „bezahlbaren Schutz für höhere Leistungen“
In einem aktuellen Test hat das Magazin „Focus Money“ (Heft Nr. 40 vom 25.09.2013) gemeinsam mit den Versicherungsexperten von Franke und Bornberg die Angebote der privaten Versicherer genauer unter die Lupe genommen. Im Zentrum standen dabei die so genannten „Ausgewogenen Tarife“, womit im Rahmen der PKV die Angebote gemeint sind, die „bezahlbaren Schutz für höhere Leistungen“ bieten. Um in diese Kategorie zu fallen, mussten die Tarife bestimmte Merkmale aufweisen, wie beispielsweise mindestens 60 Prozent Kostenübernahme bei Zahnersatz, 2-Bett-Zimmer im Krankenhaus oder die generelle Erstattung von Krankenfahrstühlen.

Testsieger: Allianz und Debeka
Als Testsieger gingen in der Kategorie „Klassik-Schutz“ die Allianz (AktiMedPlus90P, AktiMed WechselOption) und die Debeka (N, NG) hervor, die beide laut Focus Money „Top-Leistungen zu günstigen Beiträgen mit ausgezeichneter Bonität“ bieten würden. Im Detail bedeutet dies, dass im ambulanten Bereich – beispielsweise bei Kosten für den Heilpraktiker – von der Allianz „90 % bis zu einer maximalen Selbstbeteiligung von 500 Euro, darüber hinaus 100 % bis höchstens 1000 Euro“ übernommen werden, während die „Debeka 90 % bis zu einer maximalen Selbstbeteiligung von 400 Euro, darüber die gesamten Kosten“ erstattet.

Debeka bei Zhnbehndlungen spendabler
Auch im stationären Bereich zeigen sich kleine Unterschiede bei den Testsiegern. Demnach würde die Debeka laut dem Magazin „die komplette Summe bei Chefarztbehandlung und Unterbringung im 2-Bett-Zimmer“ übernehmen, die Allianz hingegen zahle erst „ab einer Selbstbeteiligung von 500 Euro die Gesamtkosten, vorher muss der Versicherte 10 % selbst tragen.“ Bei den Zahnbehandlungen hingegen zeigt sich laut dem Test die Debeka etwas spendabler: Hier würden bei Zahnersatz, -behandlung und -prophylaxe generell mehr als 80 % der Kosten übernommen, die Allianz kommt hingegen bei Zahnersatz nur für „65 % bis zu einer maximalen Selbstbeteiligung von 500 Euro“ auf, darüber hinaus dann für 75 % . Bei Zahnbehandlungen und -prophylaxe gelte zudem bei der Allianz bis zu einer Selbstbeteiligung von 500 Euro eine Kostenübernahme von 90%, darüber hinaus würde die Versicherung nach Angaben des Magazins die kompletten Kosten übernehmen.

Vorsicht bei sehr günstigen „Lockangeboten“
Vorsicht sollte jedoch bei sehr günstigen Angeboten gelten, denn „wer zu billig einsteigt und Lücken im Versicherungsschutz in Kauf nimmt, muss später im Krankheitsfall damit rechnen, auf Kosten sitzenzubleiben“, so Versicherungsexperte Michael Franke von Franke und Bornberg gegenüber Focus Money. Stattdessen sollte jederzeit genau geprüft werden, ob die jeweiligen Angebote auch wirklich eine ausreichende Leistung bieten. Wichtig sei dem Experten nach außerdem, dass die Option besteht, den bestehenden Schutz jederzeit erhöhen und so der jeweiligen Lebenssituation anpassen zu können. (nr)

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