Handystrahlung: Studie sieht kein Mobilfunk-Risiko

Heilpraxisnet

Neue Studie: "Kein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Mobilfunk"

05.11.2014

Seit Jahren steht Handystrahlung in Verdacht, krebserregend zu sein. Selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in der Vergangenheit vor der hochfrequenten elektromagnetischen Strahlung, die beim Mobilfunk verwendet wird, gewarnt. Eine neue Studie kommt nun zu dem Ergebnis, dass es kein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Mobilfunk gibt.

Kein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Mobilfunk
In der Vergangenheit kamen verschiedene Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass der häufige Gebrauch von Handys unter Umständen das Risiko, an Krebs zu erkranken, erhöhen kann. Selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sah sich vor einigen Jahren veranlasst, vor der hochfrequenten elektromagnetischen Strahlung, die beim Mobilfunk verwendet wird, zu warnen. Wie mehrere österreichische Medien berichten, hat der niederländische Gesundheitsrat nun aber festgehalten, dass es kein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Mobilfunk gibt.

Einwirkung von Mobilfunkfeldern untersucht
„Laborstudien liefern keine belastbaren Hinweise darauf, dass die hochfrequenten Felder des Mobilfunks Tumore hervorrufen oder ihr Wachstum fördern können.“ Zu diesem Ergebnis kam einer Meldung des „Forum Mobilkommunikation“ (FMK) zufolge, der niederländische Gesundheitsrat. Insgesamt 54 Studien zum Thema Mobilfunk und Gesundheit wurden ausgewertet. Wie es heißt wurde die gezielte Einwirkung von Mobilfunkfeldern allein in 23 Tierstudien erforscht. In der Aussagekraft unterscheiden sich diese wesentlich von den üblicherweise epidemiologisch durchgeführten Studien. So werden in der Epidemiologie nur erkrankte Menschen zu Ihrem Telefonierverhalten befragt und die Ergebnisse mit denen der Befragung gesunder Menschen verglichen. Es können dabei zwar Korrelationen, aber nicht kausale Zusammenhänge festgestellt werden.

„Nach heutigem Kenntnisstand nicht nachweisbar“
Den niederländischen Wissenschaftlern des Gesundheitsrates zufolge sei es nach Auswertung aller Studien insgesamt „höchst unwahrscheinlich“, dass die hochfrequenten elektromagnetischen Felder des Mobilfunks die Entstehung von Krebs auslösen oder fördern können und schließen sich damit auch der Einschätzung der IARC, die Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), an. Auch der österreichische „Wissenschaftliche Beirat Funk“ (WBF), der 2013 insgesamt 110 Studien auswertete, kam zu einem ähnlichen Ergebnis: „Störungen der Befindlichkeit durch hochfrequente elektromagnetische Felder der Mobilfunkeinrichtungen sind nach heutigem Kenntnisstand nicht nachweisbar.“ Er mahnte dabei jedoch, dass die Art der Aufklärung die persönliche Risikowahrnehmung beeinflusse. (ad)

Bild: Lupo / pixelio.de