Hanteltraining bei Morbus Bechterew sinnvoll

Heilpraxisnet

Spezielles Hanteltraining bei Morbus Bechterew lindert Beschwerden

05.08.2013

Morbus Bechterew ist eine Rheumaerkrankung, bei der es zu einer Versteifung des Rückens mit einhergehenden chronischen Schmerzen kommt. Eine kürzlich ausgewertete Studie ergab, dass ein spezielles Hanteltraining den Betroffenen Linderung geben kann.

Zu der bisher empfohlenen Aquagymnastik, die die krankheitstypische Steifheit lindert kommt nun eine zweite, effiziente Behandlungsmethode hinzu und verspricht vielen Betroffenen mehr Lebensqualität. Das sogenanntes progressives Bewegungstraining mit Hanteln auf einem Gymnastikball könne helfen, sagt Edmund Edelmann vom Berufsverband Deutscher Rheumatologen in Bad Aibling. Laut der neuen Studie, wirkt sich diese Art der Aktivität bei Patienten positiv aus. Man wird beweglicher und die Funktion und Kraft der Muskeln wird deutlich verbessert. Die Gymnastik sei eine empfehlenswerte Ergänzung oder Alternative zum Wassersport.

An der Studie haben 30 Personen teilgenommen. Alle Teilnehmer mussten zweimal in der Woche acht Übungen mit Kurzhanteln auf dem Ball machen, zum Beispiel Rudern oder in die Hocke gehen. Nach 4 Wochen wurden dann die Gewichte erhöht. Nach vier Monaten stellte sich heraus, dass diese Patienten einen Test zur körperlichen Belastbarkeit besser absolvieren konnten als die 30 Patienten in der Kontrollgruppe, die nicht auf dem Ball Gymnastik gemacht hatten.

Symptome von Morbus-Bechterew
Morbus-Bechterew-Patienten leiden meistens an chronische Schmerzen. Die mittleren und unteren Gelenke ihrer Wirbelsäule versteifen sich immer mehr. Edelmann zufolge treten die Beschwerden besonders Stark nach Ruhepausen auf. Durch Bewegung lassen sie etwas nach. Für die Betroffenen wird die zunehmende Versteifung allerdings zum Problem, da es Ihnen immer schwerer fällt, ihre Beschwerden durch Bewegung zu lindern. Morbus Bechterew wird auch als versteifende Wirbelentzündung oder ankylosierende Spondyloarthritis, kurz SpA bezeichnet. (fr)

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Bild: Stephanie Hofschlaeger