Hepatitis-Impfung für Pflegekräfte zahlt der Chef

Sebastian

Angestellte in Pflegeberufen bekommen Hepatitis-Impfungen meist vom Chef bezahlt

11.02.2014

Angestellte in Pflegeberufen haben in der Regel ein erhöhtes Risiko, sich mit Hepatitis A oder B anzustecken, da sie häufiger Kontakt zu Infizierten haben können. Normalerweise übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für eine Impfung.

Impfung für Alten- und Krankenpfleger
Alten- und Krankenpfleger haben in der Regel ein erhöhtes Risiko, sich mit Hepatitis A oder B anzustecken, da sie häufigeren Kontakt mit Infizierten haben können. Wie Prof. Jürgen Bünger von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) mitteilte, übernehmen normalerweise die Arbeitgeber die Kosten für die nötige Impfung, denn die Beschäftigten in diesen Berufen seien einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Deshalb hätten sie einen Anspruch darauf, dass ihnen der Arbeitgeber den Impfschutz anbietet.

Manche Chefs stehlen sich aus der Verantwortung
Für viele Angestellte in anderen Berufen des Gesundheitswesens sowie für Rettungskräfte gelte dasselbe. Doch längst nicht alle Arbeitgeber kämen ihren Pflichten nach. „Die Impfungen sind nicht ganz billig. Gerade in kleineren Betrieben versuchen sich Chefs manchmal aus ihrer Verantwortung zu stehlen“, sagte Bünger gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Wenn Beschäftigte eine Impfung brauchen, sollten sie sich am besten an den Betriebsarzt oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit wenden, denn die müssten jeweils wissen, ob der Arbeitgeber im konkreten Einzelfall dazu verpflichtet ist, die Impfkosten zu übernehmen.

Verschiedene Übertragungswege
Medizinern sind fünf unterschiedliche Hepatitis-Viren (Hepatitis A – E) bekannt, die alle auf verschiedene Übertragungswege in den Körper gelangen. So erfolgt die Übertragung von Hepatitis A fäkal-oral, also beispielsweise über Kot oder Urin zu Hand und Mund. Die Übertragung von Hepatitis B geschieht in erster Linie durch Blut- und Schleimhautkontakte, etwa bei Transfusionen. Da Menschen in Pflegeberufen diesen Risiken oft täglich ausgesetzt sind, wird ihnen meist zu einer Impfung geraten. (sb)

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Bild: JMG / pixelio.de