Herber Rückschlag im Kampf gegen Ebola: Neuer Todesfall in Liberia

Sebastian
Gefährliche Infektionskrankheit: Neues Todesopfer durch Ebola in Liberia
Der Kampf gegen Ebola hat einen herben Rückschlag erlitten. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Epidemie in Liberia im Mai für beendet erklärt hatte, ist nun ein neuer Ebola-Fall bekannt geworden. Ein Mensch, der gestorben ist, sei zuvor positiv auf die gefährliche Infektionskrankheit getestet worden.

Neuer Todesfall durch Ebola
Im Mai hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Ebola in Liberia offiziell für besiegt erklärt. Rund sechs Wochen danach ist in dem westafrikanischen Land nun ein neuer Infektionsfall bekannt geworden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Demnach teilte der Vize-Gesundheitsminister Tolbert Nyensuah im Rundfunk mit, dass in der Region Margibi östlich der Hauptstadt Monrovia ein Mensch gestorben sei, der zuvor positiv auf Ebola getestet worden sei. Wie es heißt, sei der Tote bereits bestattet worden. Den Angaben zufolge seien alle mutmaßlichen Kontaktpersonen des Opfers unter Quarantäne gestellt worden. Außerdem werde nach der möglichen Infektionsquelle gesucht.

Rückschlag bei Ebola Bild:  Syda Productions - fotolia
Rückschlag bei Ebola Bild: Syda Productions – fotolia

Liberia war zuvor als Ebola-frei erklärt worden
Die Ebola-Epidemie in Liberia wurde Anfang Mai für beendet erklärt, nachdem 42 Tage lang keine Infektion mehr gemeldet worden war. In Liberia starben über 4.700 Menschen, insgesamt erkrankten dort 10.500 Menschen. Die benachbarten Staaten Guinea und Sierra Leone konnten nach dem Ausbruch der Seuche Anfang vergangenen Jahres bislang noch zu keinem Zeitpunkt als Ebola-frei erklärt werden. In den drei Ländern zusammen sind bei dem bislang größten Ebola-Ausbruch der Geschichte bisher mehr als 11.200 Menschen gestorben, über 27.000 Menschen haben sich infiziert.

Reisende können Infektion mitbringen
Vereinzelt waren auch Infektionen in Nigeria und anderen Ländern festgestellt worden, wobei diese meist auf Reisen in eines der Infektionsländer zurückzuführen waren. Auch in Deutschland wurden erkrankte Patienten behandelt. Im Mai stellte sich heraus, dass ein Düsseldorfer Patient, bei dem ein Verdacht bestand, kein Ebola hatte. Der Mann hatte nach einem Aufenthalt in Guinea vermeintliche Ebola-Symptome aufgewiesen und wurde in einer Klinik behandelt. Da es gegen die Infektionskrankheit kein Heilmittel gibt, können lediglich die typischen Symptome behandelt werden. Dazu zählen unter anderem Fieber, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen sowie innere und äußere Blutungen. (ad)