Studie: Herzfehler bei Babys durch Fettleibigkeit

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Fettleibigkeit bei Schwangeren: Risiko von Herzfehlern bei Babys? In einer aktuell veröffentlichten Studie von us- amerikanischen Forschern soll eine Fettleibigkeit bei Schwangeren das Risiko von angeborenen Herzfehlern ihrer Babys erhöhen.

In einer aktuell veröffentlichten Studie von us- amerikanischen Forschern soll eine Fettleibigkeit bei Schwangeren das Risiko von angeborenen Herzfehlern ihrer Babys erhöhen. Die Wissenschaftler um Dr. James L. Mills vom Nationalen Gesundheitsinstitut Bethesda im US- Bundesstaat New York, wussten, gingen davon aus, dass eine Fettleibigkeit bei Schwangeren eine Reihe von Problemen verursachen können. Eines davon kann ein Defekt des Neuralrohres sein, wie die Wissenschaftler in ihrer in dem us- amerikanischen Fachjournal „American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlichten Studie, mitteilen. Das Neuralrohr ist bei Embryos die Anlage für das spätere Rückenmark und das Gehirn. Defekte hier sind z.B. Spina bifida (Offener Rücken)- hierbei verschliesst sich das Neuralrohr nicht richtig- und Anenzephalie- hier fehlen überwiegende Anteile von Gehirn und Schädeldach.

Und nun wollten die Forscher den Einfluss von Adipositas auf spätere angeborene Herzdefekte untersuchen. Dazu benutzten sie die Daten von 10 Jahren (1993 bis 2003) des Kongenitalen Fehlbildungs Register im Staate New York (nicht New York City) über den mütterlichen Body Mass Index (BMI), Arten des angeborenen Herzfehlers und anderen Risikofaktoren. Rund 7400 Mütter von Kindern mit angeborenen Herzfehlern und etwa 56300 nicht- betroffene Kontrollfälle wurden untersucht.

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Danach soll das Risiko für angeborene Herzfehler bei Babys mit adipösen Müttern in der Schwangerschaft um 15 Prozent gegenüber Müttern mit einem durchschnittlichen Body- Mass- Index erhöht sein. Auch die Ausprägung der Adipositas untersuchten die Wissenschaftler aus Bethesda: Bei geringer Ausprägung besteht ein Risiko von 10 Prozent, bei starker Adipositas (BMI größer als 30) steigt das Risiko auf mehr als 30 Prozent. Die Forscher weisen daraufhin, dass es sinnvoll wäre zu untersuchen, ob eine Gewichtsreduktion bei schwangeren Müttern das Risiko von Babys mit angeborenen Herzfehlern vermindert. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie, 11.04.2010)