Herzschwäche: Bewegung kann helfen

Heilpraxisnet

Herzschwäche: Bewegung kann helfen

06.11.2013

Wer nach einer intensiven sportlichen Anstrengung aus der Puste ist und nach Luft schnappt, muss sich keine Gedanken machen, ob mit dem Herzen alles in Ordnung ist. Es ist normal, dass der gößte Muskel des Körpers dabei ordentlich zu pumpen anfängt. Erst wenn die Luft beim Atmen langsam weniger wird, das Herz rast obwohl man ruhig auf der Couch liegt, kann das auf eine Herzschwäsche (Herzinsuffizienz) hinweisen, bei der Betroffene lieber einen Arzt aufsuchen sollten.

Eine Herzschwäche entsteht in den meisten Fällen nach einem Herzinfarkt, aufgrund eines Herzfehlers oder aber einer Gefäßverengung. Auch langjähriger Bluthochdruck oder eine Herzmuskelentzündung begünstigen dauerhafte Schädigungen des Herzens. In den häufigsten Fällen lassen sich Symptome dafür schon früh erkennen. Dadurch dass die Pumpleistung des Herzens schwächer wird, gelangt nicht mehr genügend Sauerstoff in den Körper, was zur Folge hat, dass sich Flüssigkeiten anlagern. Da geschieht nicht nur in den Füßen und Beinen, sondern ist auch bei inneren Organen zu beobachten. In schlimmen Fällen kann sich ein Lungenödem bilden.

Vor dem Sport unbedingt mit dem Arzt spechen
Betroffene sollten nach Rücksprache mit ihrem Arzt ruhig aktiv werden. Vorher muss aber unbedingt festgestellt werden, wie schwer das Hezleiden ist, um ein angemessenes Trainingsprogramm aufzustellen. Eine Überanstengung sollte tunlichst vermieden werden, denn das Herz wird auch schon bei kleineren Anstrengungen stark beansprucht. Ein Plan kann zusammen mit einem Facharzt aufgestellt werden. Die Leistung eines schwachen Herzens wird dennoch über schnelleres Schlagen gesteigert, wobei Pausen wichtig sind. Zum Beispiel lässt sich mit einem Fahrrad-Heimtrainer ein Intervalltraining gut praktizieren, bei dem man nach einer Phase der Anstrengung, eine Phase der Ruhe folgen lässt. Für das Herz eine effektives Training, weil es dabei Stück für Stück wieder mehr Blut durch den Körper pumpt und sich langsam an eine Leistungssteigerung gewöhnen kann.

Generell sind Sportarten wie Wandern, Nordic Walking, Radfahren oder Ski-Langlauf gut geeignet. Betroffene, die regelmäßig Sport treiben, können dabei die Leistungsfähigkeit um bis zu 25 Prozent steigern, was die Sterblichkeit um mehr als 30 Prozent verringern kann.

Ein zusätzlicher positiver Effekt, der durch die regelmäßige Bewegung entsteht, ist auch eine verbesserte Wikung der Medikamente. Personen, die zudem stark übergewichtig sind, sollten zusätzlich ihre Ernährung umstellen. Ein geringeres Gewicht entlastet auch das Herz. Treten während des Trainings Symptome wie starke Atemnot, Schwindel-Gefühle oder sogar Herzrhythmusstörungen auf, muss das Training abgebrochen unbedingt abgebrochen und ein Arzt aufgesucht werden. (fr)

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Bild: Steffi Pelz / pixelio.de