Herzwochen: Herz unter Druck

Fabian Peters

Diesjähriger Schwerpunkt der Herzwochen Bluthochdruck

06.11.2011

Im Rahmen der diesjährigen Herzwochen der Deutschen Herzstiftung finden seit Novemberbeginn bundesweit zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Bluthochdruck und dessen Auswirkungen auf das Schlaganfall-Risiko statt.

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Noch bis Ende des Monats werden Experten auf den verschiedensten Kongressen, Tagungen und anderen Veranstaltungen über die Gesundheitsrisiken eines unbehandelten Bluthochdrucks (Hypertonie) informieren. Dabei bildet der Zusammenhang mit dem Auftreten von rund 250.000 Schlaganfällen pro Jahr einen Schwerpunkt der diesjährigen Herzwochen.

Die Deutsche Herzstiftung hat in Anspielung auf den Schwerpunkt Bluthochdruck dieses Jahr für die Herzwochen das Motto „Herz unter Druck“ gewählt, wobei auf den aktuellen Veranstaltungen vor allem die Gesundheitsrisiken eines unbehandelten Bluthochdrucks sowie Möglichkeiten zur Prävention im Vordergrund stehen. So widmet sich zum Beispiel auch ein gemeinsam von der Deutschen Herzstiftung, der AOK NordWest und dem St. Martinus-Hospital in Olpe (Südwestfalen) organisierter kostenloser Vortragsnachmittag speziell den Gefahren eines unbehandelten Bluthochdrucks. Da Bluthochdruck für die Betroffenen anfänglich mit relativ unauffällig Symptomen wie leichten, Kopfschmerzen, Hitzewallungen, Herzpochen und ähnlich unspezifische Beschwerden einhergeht, bleibe die Hypertonie im Frühstadium oftmals viel zu lange unbehandelt, so die Aussage der Deutschen Herzstiftung.

Die gesundheitlichen Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks sind den Experten zufolge langfristig katastrophal. So gehen die Betroffenen häufig erst zum Arzt, wenn aufgrund des zu hohen Blutdrucks bereits andere schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Herzstolpern bzw. Herzrhythmusstörungen, Herzschwächen, Schlaganfälle, Herzinfarkte, Nierenversagen oder Erblindungen auftreten. Nach Einschätzung der Deutschen Herzstiftung haben in Deutschland „zwischen 18 und 35 Millionen Menschen einen zu hohen Blutdruck.“ Dabei seien nicht nur alte Menschen sondern auch jüngere Bevölkerungsgruppen zunehmend betroffen. Etwa zehn Millionen Betroffenen ist den Experten zufolge die Erkrankung nicht bewusst. Bernhard Schwaab von der Abteilung für Kardiologie der Klinik Höhenried und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung betonte daher, dass jede/r „spätestens ab dem 40. Lebensjahr“ seinen Blutdruck jährlich präventiv kontrollieren lassen sollte. Darüber hinaus seien entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen für Patienten, die „Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einen hohen Blutdruck bereits aus dem Familienkreis kennen, schon ab dem 30. Lebensjahr“ zu empfehlen. (fp)