Heuschnupfen: Pollen fliegen dieses Jahr früher

Fabian Peters

Der Pollenflug hat im Jahr 2014 ungewöhnlich früh eingesetzt

17.03.2014

Die Heuschnupfen-Saison hat angesichts der milden Witterung dieses Jahr bereits äußerst früh begonnen. Insbesondere die beginnende Blütezeit der Birken wird vielen Pollenallergikern massive Beschwerden bereiten. Da viele Betroffene nicht auf den verstärkten Pollenflug eingestellt sind beziehungsweise derzeit noch keine Heuschnupfen-Medikamente einnehmen, haben sie vermehrt mit den typischen Heuschnupfen-Symptomen wie juckenden, tränenden Augen, Schnupfen, heftigen Niesattacken, vermehrtem Husten und Atembeschwerden zu kämpfen.

Schon im Januar hatte der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) vor dem frühzeitig einsetzenden Pollenflug gewarnt und darauf hingewiesen, dass bei „auffallend vielen Pollenallergikern bereits im November und Dezember des letzten Jahres“ vermehrt Beschwerden aufgetreten sind. Nun erreicht die Heuschnupfen-Saison mit dem beginnenden Flug der Birkenpollen ihre erste Hochphase – rund zwei Wochen früher als normalerweise. Auf die Birkenpollen reagieren besonders viele Heuschnupfen-Patienten und entsprechend haben viele Menschen momentan vermehrt mit allergischen Beschwerden zu kämpfen.

Drohendes Asthma bei unbehandeltem Heuschnupfen
Die milden Temperaturen der vergangenen Wochen bedingten ein deutlich früheres Einsetzen der Blütezeit. Während vergangenes Jahr Anfang März der Winter Deutschland noch mit Schnee und Eis im Griff hielt, wurden dieses Jahr bereits Temperaturen von knapp 20 Grad Celsius erreicht. Für Pollenallergiker wird der Aufenthalt im Freien damit zunehmend unangenehm, denn die Pollenbelastung der Luft ist enorm gestiegen. Zwar können Heuschnupfen-Geplagte mit einigen relativ einfachen Maßnahmen wie beispielsweise dem richtigen Lüften der Wohnung (nachts und bei feuchter Witterung) oder dem Einbau von Pollenfiltern im Auto den Kontakt mit den Pollen durchaus minimieren und so ihre Beschwerden lindern. Doch im Zweifelsfall hilft kurzfristig nur die Einnahme entsprechender Heuschnupfen-Medikamente. Hier sollten Pollenallergiker nicht zu lange mit der Einnahme zögern, da ein unbehandelter Heuschnupfen langfristig schlimmstenfalls zu Asthma führen kann.

Mögliche Vorbeugungsmaßnahmen für Pollenallergiker
Generell gilt, dass Allergiker den Kontakt mit den Pollen im Alltag möglichst gering halten sollten. Aus diesem Grund wird zu Beispiel die Straßenkleidung am Besten direkt im Flur ausgezogen und keineswegs mit ins Schlafzimmer genommen, vor dem Schlafengehen sollten die Haare gewaschen werden und regelmäßiges Staubsaugen ist angeraten. Nasenduschen können helfen, die Schleimhäuten von den Pollen zu befreien und auf diese Weise die allergischen Beschwerden deutlich reduzieren. Um auf die Belastungen besser vorbereitet zu sein, lohnt ein Blick in den Pollenflugkalender. In diesem ist zu erkennen, dass derzeit bereits die Pollen von Erle, Hasel, Ulme und Weide vermehrt in der Luft liegen. Der Pollenflug von Pappel, Ahorn, Eibe, Birke, Eiche, Esche und Hainbuche hat indes gerade erst begonnen. Hier ist in den kommenden Wochen mit einer deutlichen Zunahme der Belastung zu rechnen. (fp)

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