Hilfe für Berufstätige mit Rheuma

Heilpraxisnet

Selbsthilfegruppen bieten Unterstützung für berufstätige Rheuma-Patienten

23.03.2015

Berufstätige mit Rheuma haben zusätzlich zu dem alltäglichen Leistungsdruck und Stress auf der Arbeit mit ihren körperlichen Beschwerden zu kämpfen, was die Ausübung des Berufs erheblich erschweren kann. Doch schaffen es „immer mehr Rheumaerkrankte, trotz ihrer Beschwerden im Beruf zu bleiben“, so die Mitteilung der Deutschen Rheuma-Liga. Wie dies gelingen kann, verdeutliche der neue Ratgeber „Im Job mit Rheuma“, in dem aufgezeigt werde, „welche Unterstützungen es gibt, warum die Reha zur rechten Zeit sehr sinnvoll ist, wie man mit Stresssituationen, Erschöpfung und Bewegungseinschränkungen klar kommt.“

Selbsthilfegruppen sind laut Angaben der Deutschen Rheuma-Liga für Berufstätige mit Rheuma eine wichtige Stütze. Hier erhalten sie einerseits nützliche Hinweise zum Umgang mit der Erkrankung und können von den Erfahrungen anderer Rheuma-Patienten profitieren. Anderseits werde ihnen verdeutlicht, dass andere Menschen mit vergleichbaren Schicksalen zu kämpfen haben, was durchaus Erleichterung bringen könne. Um mit einer chronischen Rheumaerkrankung im Job klarzukommen, brauchen Sie eine gute Strategie, so die Rheuma-Liga weiter. Es bleibe „für jeden Betroffenen eine Herausforderung, Berufsleben und Erkrankung zu vereinbaren“, so die Vizepräsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, Marion Rink.

Offen mit der Erkrankung umgehen
In dem Ratgeber der Deutschen Rheuma-Liga finden sich neben handfesten Informationen auch Fallbeispiele, in denen Betroffene ihre individuellen Probleme und Lösungen schildern. Zudem könne es „von Fall zu Fall nötig sein, dass man sich als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin sein Recht auf Beschäftigung oder Anpassung des Arbeitsbereiches erkämpfen muss“, wobei der Ratgeber „Rechtshilfen und Perspektiven“ darstelle, so Rink. Die Rheuma-Liga empfiehlt des Weiteren, die Erkrankung nicht zu verheimlichen, da das „Versteckspiel“ zusätzlichen Stress bereiten könne. Zudem sollten berufstätige Rheuma-Patienten gezielt Pausen einplanen, in denen Sie mit Bewegung und Entspannung Kraft tanken. Hier kann der Spaziergang im Grünen ebenso geeignet sein, wie ein Konzertbesuch am Abend. Auch rät die Rheuma-Liga mit Hilfe von höhenverstellbaren Tischen, ergonomischen Computertastaturen oder rückengerechten Stühlen für Erleichterungen am Arbeitsplatz zu sorgen. Die Betroffenen hätten ein Recht auf eine entsprechende Ausstattung ihres Arbeitsplatzes. (fp)

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Bild: Uta Herbert / pixelio.de