Hilfreiche Tipps für Allergiker: Frühjahrsputz ohne tränende Augen und Niesen

Alfred Domke

Heuschnupfen: Frühjahrsputz ohne tränende Augen, Husten und Niesen

Menschen mit Heuschnupfen, die das schöne Wetter nutzen wollen, um das Haus zu reinigen, sollten vorsichtig sein. Denn derzeit sind besonders viele Birkenpollen unterwegs. Gesundheitsexperten geben Tipps, die Allergikern helfen, den Frühjahrsputz möglichst ohne tränende Augen, Husten und Niesen zu überstehen.


Vorsicht beim Frühjahrsputz

Zugegeben: Nicht alle Menschen lieben Putzen. Man sollte sich dann einfach vor Augen führen, dass die Arbeit im Haus nicht nur für Sauberkeit sorgt, sondern auch beim Abnehmen helfen kann. Denn beim Frühjahrsputz werden viele Kalorien verbrannt. Allerdings drohen dabei auch gesundheitliche Risiken. So haben Wissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt am Main vor kurzem gewarnt, dass dabei Infektionsrisiken durch Hanta-Viren im Staub bestehen. Auch Menschen mit einer Pollenallergie sollten vorsichtig sein, rät die Barmer Krankenkasse.

Menschen mit Heuschnupfen sollten beim Frühjahrsputz vorsichtig sein. Denn derzeit sind viele Birkenpollen unterwegs. Einige Tipps können helfen, sich zu schützen. (Bild: Dan Race/fotolia.com)

Allergische Reaktionen vermeiden

Laut der Krankenkasse haben mehr als zwölf Millionen Menschen in Deutschland Heuschnupfen. Den Experten zufolge sollten sie beim Frühjahrsputz besonders aufpassen, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

„In diesen Tagen treten besonders viele Birkenpollen auf, die sich zum Beispiel auf Fensterbänken absetzen. Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte beim Frühjahrsputz daher ein feuchtes Tuch verwenden“, rät Dr. Utta Petzold, Medizinerin bei der Barmer.

Wer ganz sicher gehen wolle, könne auch über einen Mundschutz nachdenken.

Niesen, Juckreiz und Bindehautentzündungen

Bei einem Heuschnupfen leiden Betroffene vor allem unter Niesen und ausgeprägtem Fließschnupfen sowie Juckreiz und Bindehautentzündungen des Auges.

„Beim Frühjahrsputz kann auch die Wahl eines geeigneten Staubsaugers helfen, allergische Reaktionen möglichst gering zu halten“, so Petzold.

„Infrage kommen etwa Modelle mit Wasser- oder HEPA (High Efficiency Particulate Air)-Filtern, weil sie die allergenen Partikel gut zurückhalten können.“

Beim Staubwischen sei ein feuchtes oder elektrostatisches Tuch sinnvoll, das den Staub aufnehme und festhalte. Zum Putzen der Böden rät die Expertin dazu, keine Mittel mit Duftstoffen einzusetzen. Denn diese könnten die ohnehin schon entzündeten Atemwege noch weiter reizen.

„Vielen Böden werden schon durch Spiritus auf einem feuchten Mikrofaserwischbezug ausreichend sauber. Auch Essig und Natron sind für den Frühjahrsputz durchaus geeignet“, erklärt Petzold.

Hausstaub-Allergiker sollten beim Frühjahrsputz ebenfalls aufpassen

Die Medizinerin der Barmer empfiehlt auch Personen, die unter einer Hausstaubmilben-Allergie leiden, einige Vorsichtsmaßnahmen beim Frühjahrsputz zu beherzigen.

„Gut acht Millionen Menschen in Deutschland reagieren allergisch auf die Ausscheidungen von Hausstaubmilben. Auch hier helfen feuchte Tücher, ein geeigneter Staubsauger oder im Zweifelsfall ein Staubschutz vor Mund und Nase gegen allergische Reaktionen“, so Petzold.

Auch bei einer Hausstauballergie litten die Betroffenen in der Regel unter tränenden und juckenden Augen, Hustenreiz und Niesanfällen, oft auch Abgeschlagenheit.

In schweren Fällen kann es sogar zu Atemnot und letzten Endes zu allergischem Asthma Bronchiale kommen. (ad)