Homöopathie: Erfahrungen wichtiger als Studien

Heilpraxisnet

Für Patienten ist die Erfahrung wichtiger als Studien
Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen forsa-Umfrage zeigen, dass Homöopathie für die Hälfte aller Deutschen ein wichtiges Thema ist. Die im Frühjahr durchgeführte forsa-Umfrage unter 1.000 Erwachsenen in Deutschland zeigt, dass insgesamt 48 Prozent der Bevölkerung schon homöopathische Mittel verwendet haben. Bei Befragten mit Abitur oder Studium sind es 63 Prozent. Bei den Frauen liegt die Quote bei 60 Prozent, die bereits regelmäßig Homöopathie verwenden – 81 Prozent von ihnen sind damit zufrieden. Im Bundesdurchschnitt sind 76 Prozent der Homöopathie-Verwender Zufrieden bis sehr zufrieden. Die Umfrage wurde von der Deutschen Homöopathie-Union (DHU) in Auftrag gegeben.

Die bekanntesten Mittel
Befragt nach Bekanntheit der gängigsten Mittel führt Arnica mit 82 Prozent, gefolgt von Belladonna mit 57 Prozent und Calendula mit 55 Prozent. Das Schlusslicht bildet Hekla lava mit sechs Prozent.

Zwei Drittel halten Medienkritik für überzogen
Auch kritische Berichte zur Homöopathie in den Medien waren Thema der forsa-Befragung. Die Kritik wird von gut der Hälfte aller Deutschen, 51 Prozent, als hilfreich gesehen für Menschen, die noch keine Erfahrung mit der Homöopathie haben. Als sachlich empfinden die Kritik nur jeweils etwa ein Drittel der Deutschen, gleich ob insgesamt oder Homöopathie-Verwender:
beide je 37 Prozent. Für überzogen halten die Kritik 60 Prozent der Deutschen insgesamt und 69 Prozent der Homöopathie-Verwender.

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Erfahrung wichtiger als Studien
Erstmals hat forsa die Homöopathie-Anwender gefragt, wie wichtig ihnen Wirksamkeitsstudien im Vergleich zu ihrer Erfahrung sind. 69 Prozent reicht ihre Erfahrung. 27 Prozent meinen, dass auch Studien sein müssten. (pm)

Bild: Mike Frajese / pixelio.de