Homöopathie: Forscher weisen Nanopartikel nach

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Homöopathie: Forscher weisen Nanopartikel nach

Indische Forscher haben Erkenntnisse veröffentlicht, wonach in Homöopathie Mitteln mit Hochpotenzen wie C6, C30 und C200 noch Nanopartikel nachweisbar waren.

Die Forscher um Jayesh Ramesh Bellare and Shantaram Govind Kane von der Abteilung für chemische Verfahrenstechnik des Indian Institute of Technology in Bombay untersuchten sechs homöopathische Mittel unter anderem mit der Transmissionselektronenmikroskopie (TEM), auf Art und Umfang der Stoffe und veröffentlichten ihre Ergebnisse im Oktober 2010 in dem Fachmagazin „Homeopathy“ (vormals British Homeopathic Journal). Laut den Forschern soll es ab der Potenzstufe C6 noch zum Auftreten nachweisbarer Nanopartikel, mit einer fast schon einheitlichen Größe von 80 bis 4000 Pikogramm je Milliliter gekommen sein. Bemerkenswert dabei: Dies würde bedeuten, dass es ab der Potenz C6 zu keiner weiteren Verdünnung mehr gekommen ist. Zu den analysierten homöopathischen Mittel gehörten Kupfer, Zinn, Gold, Platin, Silber und Zink.

Anhand ihrer Ergebnisse entwickelten die indischen Experten verschiedene Theorien, unter anderem die der „Nanobubbles“. Sie nehmen an, dass das Verschütteln mit einem Kavitationseffekt der Mittel in der Homöopathie ein wichtige Rolle in Bezug auf die anhaltende Konzentration für Nanopartikel in Hochpotenzen spielen könnte.

Im Blog des Deutschen Zentralvereines homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) verweist der Chefredakteur Claus Fritzsche noch auf den Hormesis- Effekt, als mögliche Erklärung für eine pharmakologische Wirkung homöopathischer Mittel. Damit ist der Effekt gemeint, dass im Stoffe, die sonst im menschlichen Organismus giftig sind, in geringeren Mengen diesen eher positiv beeinflussen, in dem sie ihn stimulieren, bzw. anregen. Hormesis bedeutet auf griechisch: Anstoß oder Anregung. Weitere Aufbaustudien sollten nun die Studienergebnisse der indischen Forscher vom Indian Institute of Technology reproduzieren und weiter klären, ob diese nachgewiesenen Partikel eine Wirkung entfalten können. (tf, 28.01.2011)

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