Hormonbelastung durch Sonnenschutz und Kosmetika

Sebastian
Sonnencremes und andere Kosmetika können hormonell wirksame Inhaltsstoffe enthalten. Sie stehen im Verdacht, Umwelt, Gesundheit und Fortpflanzungsfähigkeit zu schädigen und Krebs zu fördern. Das Umweltbundesamt (UBA) informiert über die Risiken. Die App „ToxFox“ des BUND bietet Unterstützung beim bewußten Einkauf von Kosmetika.

Bild: psdesign1 - fotolia
Bild: psdesign1 – fotolia

Viele Kosmetikhersteller verwenden in ihren Produkten hormonaktive Substanzen, sogenannte „endokrine Disruptoren“. Sie stecken zum Beispiel als Konservierungsmittel in Cremes oder als UV-Filter in Sonnenschutzmitteln. Problematisch an diesen Stoffen ist, dass sie auf Mensch und Umwelt wie Hormone wirken, Gesundheit und Fortpflanzungsfähigkeit von Mensch und Tier schädigen und die Umwelt belasten können.

Zu den möglichen Auswirkungen von endokrinen Disruptoren in der Umwelt und auf den Mensch zählen beispielsweise Schädigungen in der Entwicklung von Tieren und Pflanzen wie Störung der Metamorphose bei Amphibien oder Missbildungen der Geschlechtsorgane bei Fischen, bis hin zur Gefährdung ganzer Populationen von Säugetieren, Fischen und Schnecken. Einige hormonaktive Substanzen stehen zudem im Verdacht, bestimmte Krebsarten beim Menschen zu fördern. Mehr Informationen zu Auswirkungen von endokrinen Disruptoren finden Sie auf dem REACH-Info-Informationsportal des Umweltbundesamtes.

Hilfreiche App für den Einkauf
Einige Kosmetik-Hersteller verzichten beispielsweise bereits auf alle Parabene. Ein Blick in die Liste der Inhaltsstoffe gibt Aufschluss. Mit der App „ToxFox“ des Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) können Verbraucher den Barcode von Kosmetikprodukten scannen und sofort sehen, ob hormonell wirksame Stoffe enthalten sind. (pm)