Hunde als Therapiel gegen Bluthochdruck

Heilpraxisnet

Hunde können den Blutdruck senken

19.05.2014

Bewegung spielt eine entscheidende Rolle bei der Prävention und Behandlung von Bluthochdruck. Hier ist „ein Hund der ideale Bewegungstrainer! Der diszipliniert und treibt einen regelmäßig vor die Tür“, erläuterte Dr. Bettina Begerow, Präventionsexpertin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Den Angaben der Deutschen Schlaganfall-Hilfe zufolge, „zeigt eine groß angelegte Langzeitstudie aus Taiwan“, welchen positiven Effekt das tägliche Gassigehen mit dem Hund haben kann. Denn „schon sehr wenig“ könne „sehr viel helfen.“ Statistisch betrachtet würden bereits 15 Minuten Spazierengehen pro Tag ausreichen, um drei Jahre länger zu leben, berichtet die Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Voraussetzung sei, dass die Bewegung regelmäßig und langfristig eingehalten werde. Hundebesitzer seien quasi automatisch zu diesem Mindestmaß an Bewegung angehalten.

Bis zu 30 Millionen Deutsche mit Bluthochdruck
Bluthochdruck ist ein äußerst verbreitetes Beschwerdebild, dass als maßgeblicher Herzinfarkt– und Schlaganfall-Risikofaktor gilt. Bis zu 30 Millionen Menschen in Deutschland sind nach Expertenschätzungen betroffen. „Die gute Nachricht: Speziell bei leichten Blutdruckerhöhungen kann der Patient mit konsequenter Änderung des Lebensstils viel erreichen, manchmal sogar Medikamente überflüssig machen“, berichtet die Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Dies werde auch in den europäischen Richtlinien zur Behandlung von Bluthochdruck mittlerweile berücksichtigt, die nach ihrer letzten Anpassung „Patienten noch mehr als bisher in die Pflicht nehmen“, erläuterte Dr. Bettina Begerow.

Verzicht auf Rauchen, gesunde Ernährung und Bewegung
Die Patienten haben durch einen strikten Verzicht auf das Rauchen, eine gesunde mediterrane Ernährung und ausreichend Bewegung in Verbindung mit Gewichtskontrolle gute „Chancen, einen leichten Bluthochdruck in den Griff zu bekommen“, berichtet die Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Doch laut Dr. Begerow scheitert dieser Gesundheitsplan oftmals an der Bewegung. Die Präventionsexpertin rät daher zur Anschaffung eines Hundes, denn dieser müsse mehrmals am Tag vor die Tür. Bereits ein kurzer Spaziergang könne helfen, die tägliche Bewegung zu erhöhen und damit dem Bluthochdruck entgegenzuwirken.

Tägliche Bewegung mit dem Hund senkt auch das Krebsrisiko
Die körperliche Aktivität von mindestens 15 Minuten Bewegung pro Tag habe in der taiwanesischen Studie mit 420.000 Teilnehmern nicht nur eine schützende Wirkung auf Herz und Hirn entfaltet, sondern sich außerdem „sehr positiv auf das Krebsrisiko“ ausgewirkt, berichtet die Deutsche Schlaganfall-Hilfe weiter. Zudem seien positive Effekte auf die Stimmung der Probanden zu beobachten gewesen. Die Bewegung „macht sogar gute Laune“, so die Mitteilung der Stiftung. (fp)

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