Ikea: Gesundheitsgefahr durch Kinder-Spielzelt

Fabian Peters

IKEA startet Rückrufaktion wegen möglicher Gesundheitsrisiken

06.10.2011

Die skandinavische Möbelhauskette IKEA hat aufgrund der Verletzungsgefahr eine Rückrufaktion für das Kinder-Spielzelt „Busa“ gestartet. IKEA „bittet alle Kunden, die ein Busa Spielzelt besitzen, es sofort aus dem Zugangsbereich der Kinder zu entfernen“ und gegen Erstattung des Kaufpreises in ein IKEA Einrichtungshaus zurückzubringen, so die aktuelle Mitteilung des Unternehmens.

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Grund für die Rückrufaktion ist das Stahldrahtgestänge des Zelts, welches bei Gebrauch zerbrechen und dessen scharfe Drahtenden sich durch den Zeltstoff bohren können. Schnitt- und Stichverletzungen seien mögliche Folgen, warnte das Unternehmen. Bisher liegen der Möbelhauskette drei Berichte über entsprechende Schäden an dem Kinderzelt vor, in einem Fall habe ein Kind geringfügige Verletzungen erlitten, teilte IKEA am Donnerstagmorgen in Hofheim mit.

Das potenziell gesundheitsgefährdende Kinder-Spielzelt wurde nach Angaben der Möbelhauskette seit dem 01. August dieses Jahres in sämtlichen IKEA-Einrichtungshäusern angeboten. Seither sind bei dem Unternehmen drei Beschwerden über zerbrochene Stahldrahtgestänge eingegangen. Während des Aufbaus bzw. als die Kinder mit dem Zelt spielten, habe sich das Gestänge durch den Zeltstoff gebohrt, berichtet IKEA. Schwere Verletzungen blieben bisher glücklicherweise aus und lediglich in einem Fall hatte ich ein Kind leichte Schnittwunden zugezogen. Um jegliche Gesundheitsrisiken für die Kinder auszuschließen, hat IKEA nach eigenen Angaben umgehend reagiert und eine Rückrufaktion für das Spielzelt „Busa“ gestartet. Kunden, die das Spielzelt erworben haben, sind aufgefordert die Nutzung sofort zu unterbinden und die Zelte in einem der IKEA-Einrichtungshäuser zurückzugeben. Der Kaufpreis werde selbstverständlich erstattet, so die Mitteilung der schwedischen Möbelhauskette. Erst vor gut zwei Wochen startete IKEA eine Rückrufaktion für eine spezielle Charge von Spiegelglas-Schiebetüren, bei denen sich der Spiegel ablösen und herunterfallen kann. Aufgrund des hohen Gewichts und der Glasbruchgefahr sah das Unternehmen in dem Produkt ebenfalls eine potenzielle Gefährdung seiner Kunden. (fp)