Im Sommer Fischhändler um Tüte mit Eis bitten

Heilpraxisnet

Schutz vor Keimen: Fisch im Sommer in Tüte mit Eis transportieren

09.08.2014

Gerade jetzt bei hochsommerlichen Temperaturen können Nahrungsmittel schnell verderben. Um auch gesundheitliche Risiken zu mindern, sollte beim Transport daher stets die Kühlkette eingehalten werden. So trägt man frischen Fisch im Sommer am besten in einer Tüte mit Eis nach Hause.


Kühlkette sollte stets eingehalten werden
Da Nahrungsmittel bei hochsommerlichen Temperaturen schnell verderben können, sollte beim Transport stets die Kühlkette eingehalten werden. Vor allem frischer Fisch mag es kühl, zumindest vom Kauf bis zur Zubereitung. Sandra Kess vom Fisch-Informationszentrum in Hamburg rät daher laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa dazu, am besten beim Fischhändler nach einer Tüte mit Eis zu fragen, um den Einkauf darin zu transportieren. Jeder Händler würde dem gern nachkommen. Der Fisch verdirbt so auf dem Weg nach Hause nicht. Wenn Verbraucher hingegen eine Kühltasche mit gut durchgefrorenem Kühlelement dabei haben, könnten sie je nach Außentemperatur durchaus zwei bis drei Stunden unterwegs sein. „Da sehe ich kein Problem“, so Kess.

Gesundheitliche Risiken durch falsche Lagerung
Wenn Fisch zu warm oder anderweitig falsch gelagert wird, drohen gesundheitliche Gefahren. So besteht unter anderem das Risiko einer Fischvergiftung, die mit Symptomen wie einem Taubheitsgefühl der Lippen und Mundschleimhaut, einem geschwächten Allgemeinzustand, Durchfall, Fieber, Schwindel, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen einhergehen kann. Im Zuge dieser besonderen Art der Lebensmittelvergiftung kann zudem ein Juckender Hautausschlag an Händen und Füßen auftreten.

Bei Süßwasserfisch Gefahr eher gering
Laut Kess ist es gesundheitlich unbedenklich, den Fisch nur halb durchgegart zu verzehren, wenn die Kühlkette auf die eine oder andere Weise eingehalten wurde. Experten sprechen hierbei von „glasig“. Kess erklärte: „Das macht man generell bei Fisch, damit er nicht knochentrocken wird.“ Bei Süßwasserfischen wie beispielsweise Zander sei die Gefahr ohnehin eher gering, dass er gesundheitsschädliche Parasiten enthält. Hingegen sei es bei manchen frischen Salzwasserfischen besser, sie entweder vor dem Verzehr tiefzukühlen oder durchzugaren, um möglicherweise vorhandene Parasiten abzutöten.

Frischer Süßwasserfisch duftet nach nichts
Ob roher Fisch noch genießbar ist, „das riechen Sie dann schon“, so Kess. Frischer Seefisch habe einen angenehm feinen Meerduft, frischer Süßwasserfisch hingegen dufte tendenziell nach nichts. Der schlechte Geruch von verdorbenem Fisch beruhe auf ammoniakähnlichen Substanzen, welche entstehen, wenn sich Bakterien im Fisch ausbreiten und diesen zersetzen. Dazu kann es kommen, wenn er falsch oder zu lange gelagert wurde. (ad)

Bild: w.r.wagner / pixelio.de