Immer mehr Deutsche sind fettleibig

Fabian Peters

Bundesregierung erklärt: Immer mehr Deutsche sind fettleibig.

15.12.2010

Die Antwort der schwarz-gelben Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen offenbart, dass immer mehr Menschen in Deutschland fettleibig sind. So ist der Anteil der krankhaft fettleibigen (adipösen) Männer von zwölf Prozent im Jahr 1999 auf 16 Prozent in den Jahren 2009/2010 gestiegen. Bei den Frauen habe sich der Anteil der adipösen im selben Zeitraum von 11 auf 15 Prozent erhöht, so die Mitteilung der Bundesregierung.

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Unter Bezug auf die jährlich vom Robert-Koch-Institut (RKI) durchgeführte Erhebung „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA), gab die Bundesregierung bekannt, dass sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern der Anteil der krankhaft fettleibigen mit einem Body Mass Index (BMI) von über 30 deutlich zugenommen hat. Allerdings sei die Zahl der normal Übergewichtigen, also Personen mit einem BMI zwischen 25 und 30 Prozent, von 1999 bis jetzt nahezu unverändert geblieben, hieß es in der Antwort der Bundesregierung. Wie bereits im Jahr 1999 liege der Anteil übergewichtiger Männer in den Jahren 2009/2010 weiterhin bei 44 Prozent und der Anteil übergewichtiger Frauen bei 29 Prozent, erklärte die Bundesregierung unter Bezug auf die Angaben des Gesundheitssurvey GEDA.

Bei der Stellungnahme zur Verbreitung von Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen, bezieht sich die Bundesregierung auf die Studie ”Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ (KiGGS Studie, 2003 bis 2006), in der die aktuellsten Zahlen geliefert werden. Demnach seien 8,8 Prozent der drei- bis 17-jährigen Jungen sowie 8,5 Prozent der gleichaltrigen Mädchen übergewichtig (BMI von 25 bis 30) und 6,3 Prozent der Jungen sowie 6,4 Prozent der Mädchen seien adipös (BMI über 30), erklärte die Bundesregierung. So habe sich der Anteil übergewichtiger Kinder und Jugendlicher im Alter bis 17 Jahre seit 1999 um 1,5 Prozent erhöht. Der Anteil adipöser Kinder und Jugendlicher habe sich hingegen mit einem Anstieg um drei Prozentpunkte mehr als verdoppelt, so die Antwort der Bundesregierung auf die entsprechende Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen.

Außerdem verweist die Bundesregierung in ihrer Antwort auf den hohen Stellenwert den die Regierungsparteien der Förderung eines gesunden Lebensstils einräumen. Dieser werde in dem Aktionsplan ”IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ deutlich, der das Ziel verfolgt, die Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten der Deutschen nachhaltig zu verbessern. Mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2020 solle der Aktionsplan dazu beitragen, „dass Erwachsene gesünder leben, Kinder gesünder aufwachsen und von einer höheren Lebensqualität sowie einer gesteigerten Leistungsfähigkeit in Bildung, Beruf und Privatleben profitieren“, hieß es in der aktuellen Stellungnahme der Bundesregierung. (fp)