Immer mehr Menschen erkranken an Krebs

Sebastian
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts haben die bösartigen Tumorerkrankungen zwischen 2004 und 2014 bei Männern um sechs Prozent und bei Frauen um neun Prozent signifikant zugenommen. Das haben Zählungen der Gesell­schaft der epi­de­mio­lo­gischen Krebs­register in Deutsch­land und des Zentrums für Krebs­register­daten (ZfKD) ergeben. Die Ergebnisse der vorliegenden 11. Aus­gabe beruhen auf Daten der epi­de­mio­lo­gischen Krebs­regis­trierung bis zum Jahr 2014.

Immer mehr Krebserkrankungen in Deutschland. (Bild: Elnur/fotolia.com)

Die Zahl der Krebs­neu­er­kran­kungen für Deutsch­land hat das ZfKD für das Jahr 2014 auf circa 476.000 geschätzt, davon 249.200 bei Männern und 227.000 bei Frauen. Frauen sind nach wie vor am häufigsten von Brust­krebs betroffen, Männer am häufigsten von Prostata­krebs.

Zwischen 2004 und 2014 hat die Zahl der Krebs­neu­er­kran­kungen bei Männern um 6%, bei Frauen um 9% zugenommen, bedingt durch die Zunahme der Zahl älterer Menschen. Alters­standar­di­siert lässt sich bei Männern ein Rück­gang der Er­kran­kungs­raten um 10%, bei Frauen ein An­stieg von 3% erkennen. Laut RKI haben sich die Über­lebens­aus­sichten in den letzten Jahr­zehnten stetig ver­bessert, wobei es noch große Unter­schiede zwischen den Krebsarten gibt.

Jedes Jahr erkranken etwa 480.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Mit den Daten epidemiologischer Krebsregister lässt sich die Krebsinzidenz, d. h. die Häufigkeit, mit der Krebserkrankungen pro Jahr in einer bestimmten Be­ völkerung auftreten, beschreiben. Die Inzidenz wird di erenziert nach Krebsform, Alter und Geschlecht sowie weiteren Merkmalen berechnet. Zuverlässige Angaben zur Inzidenz sind eine unverzichtbare Vo­ raussetzung für die Beschreibung von Ausmaß und Art der Krebsbelastung einer Bevölkerung.

Seit einigen Jahren treten bei Frauen unter 40 Jahren in Deutschland so viele Erkrankungen an Lungen­ krebs auf wie unter gleichaltrigen Männern.

Für das maligne Melanom der Haut (Schwarzer Hautkrebs) sind innerhalb Europas und Deutsch­lands regionale Unterschiede zu beobachten.

Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland ist zwischen 2010 und 2030 mit einem Anstieg der Krebsneuerkrankungen um mindestens 20 % zu rechnen.