In Hamburg geringeres Herzinfarkt-Risiko

Alfred Domke

Techniker Krankenkasse (TK) informiert: In Hamburg weniger Herzinfarkte als im Bundesdurchschnitt

28.09.2013

Die Einwohner Hamburgs erleiden statistisch gesehen seltener einen Herzinfarkt als andere Bundesbürger. Im Jahr 2011 waren insgesamt 4.300 Patienten in der Hansestadt mit dieser Diagnose in ein Krankenhaus gekommen, teilte die TK am Freitag mit.

Weniger Herzinfarkte in Hamburg
Insgesamt waren im Jahr 2011 in der Hansestadt 4.300 Patienten mit der Diagnose Herzinfarkt in ein Krankenhaus gekommen. Dies teilte die Techniker Krankenkasse (TK) am Freitag mit. Auf 100.000 Einwohner hochgerechnet waren damit 240 Menschen betroffen und damit liege Hamburg rund zehn Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 265 auf 100.000 Einwohner. Laut einer Sprecherin der Krankenkasse seien in Hamburg bundesweit die viertwenigsten Herzinfarkt-Fälle gezählt worden. Nur in Bayern, Berlin und Baden-Württemberg gab es weniger. Die TK beruft sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Deutlich mehr Herzinfarkte in Bremen
In Bremen dagegen erleiden weitaus mehr Personen einen Herzanfall. Dort waren etwa 380 Menschen je 100.000 Einwohnern betroffen. Geringer seien die Zahlen in Niedersachsen mit 304 und in Schleswig-Holstein mit 270 Patienten. Die Krankenkasse nannte keine Vermutungen über die Ursachen der Differenzen. Allerdings ist die Behandlung von Herzinfarktpatienten laut Einschätzung der TK im Land Bremen besonders gut organisiert.

Überdurchschnittlich viele Fälle im Saarland
Auch im Saarland liegt die Zahl der Herzinfarktpatienten höher als im Bundesdurchschnitt. Dort erlitten im Jahr 2011 rund 3.250 Saarländer einen Herzinfarkt. Umgerechnet waren dies 320 Fälle und damit 21 Prozent mehr als im Durchschnitt der Republik.

Überlebenschancen durch schnelles Handeln erhöhen
Neben Rauchen, Diabetes oder Übergewicht ist vor allem Bluthochdruck ein wesentlicher Risikofaktor für einen Herzinfarkt. Jedoch würden nur drei von Hundert Befragten wissen, dass Menschen mit Bluthochdruck das höchste Risiko für Gefäßerkrankungen, und damit Herzinfarkt und Schlaganfall tragen. Dies habe eine Forsa-Umfrage im Auftrag der TK ergeben. Der Kasse zufolge könne die Zeitspanne zwischen dem Auftreten eines Herzinfarktes und der Einlieferung in ein Krankenhaus die Überlebenschancen bestimmen. In einer Presseerklärung der TK heißt es: „Deswegen sollte beim Eintreten der Symptome unverzüglich der Notarzt alarmiert werden. Anzeichen können sein: Plötzliche Schmerzen im Brustkorb, die in Arm, Schulter, Hals oder Oberbauch ausstrahlen, Atemnot, Schwäche, Angst oder Übelkeit.“

Welt-Herz-Tag
Dem Problem nimmt sich auch der Welt-Herz-Tag an, der in diesem Jahr am Sonntag, den 29. September stattfinden wird. Menschen rund um den Globus sollen speziell an diesem Tag darüber informiert werden, dass Herzinfarkt und Schlaganfall mit weltweit über 17 Millionen Toten jährlich die häufigsten Todesursachen sind. Laut der World Heart Federation könnten rund 80 Prozent dieser Todesfälle durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden. (ad)

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