Ingwer in der Krebstherapie erfolgreich

Heilpraxisnet

Studie: Ingwer hilft Krebspatienten bei Übelkeit

26.07.2013

Viele Krebspatienten vertrauen auf die magenberuhigende Wirkung der Ingwerwurzel. Bisher war unklar, wie Ingwer eigentlich wirkt. Wissenschaftler lösten nun das Rätsel: Die Inhaltsstoffe des Ingwer hemmen Botenstoffe des Brechzentrums im Gehirn.

Viele Krebspatienten leiden unter den Nebenwirkungen einer Chemotherapie: Übelkeit und Erbrechen. Ausgelöst wird die Übelkeit durch die in den Chemo-Medikamenten enthaltenen Zellgifte.

Diese greifen vor allem Zellen an, die sich häufig teilen – in erster Linie Krebszellen. Aber auch Darmzellen erneuern sich ständig und sind deshalb besonders anfällig für die Medikamente. Die geschädigten Zellen setzen den Botenstoff Serotonin frei. Dieser dockt an einen Rezeptor auf der Oberfläche von Nervenzellen an und aktiviert so das Brechzentrum im Gehirn. Die Folge sind Übelkeit und Erbrechen.

Rätsel gelöst
Die Wissenschaftler um PD Dr. Beate Niesler vom Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums in Heidelberg fanden heraus, dass die Ingwerwurzel eine Reihe von hochwirksamen Inhaltstoffen enthält. Diese besetzen die Serotonin-Andockstellen auf den Nervenzellen. Die Folge: Das Serotonin kann nicht mehr binden. Das Brechzentrum wird nicht aktiviert und die Übelkeit bleibt aus. So funktionieren auch die klassischen Anti-Emetika. (pm)

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w.r.wagner / pixelio.de