Intim-Studie zeigt weibliche Empfindlichkeit

Heilpraxisnet

Studie: Wo sind Frauen wirklich empfindlich

18.05.2014

Kanadische Forscher sollen in einer Studie herausgefunden haben, welche Stellen des weiblichen Körpers wirklich empfindlich auf Berührung reagieren; und damit auch, was sie „anmacht“. Die Erkenntnisse der Untersuchung könnten Frauen mit sexuellen Problemen helfen.

1,5 Sekunden dauernde Berührungen
Forscher der „Université du Québec“ im kanadischen Montreal haben im Rahmen einer Studie herausgefunden, wie gewisse Stellen des weiblichen Körpers auf leichte Berührung, Druck oder Vibrationen reagieren. Wie die britische „Daily Mail“ online berichtet, sei die Untersuchung an 30 Frauen zwischen 18 und 35 Jahren durchgeführt worden. Dabei seien die Teilnehmerinnen nackt unter einem Betttuch gelegen, während die Forscherwissenschaftliche Instrumente benutzt haben sollen, um sie zu stimulieren. Dabei sei jede Körperstelle 1,5 Sekunden berührt worden und fünf Sekunden später sollten die Frauen beantworten, was sie gefühlt haben. Bei dem Test seien die Augen der Teilnehmerinnen verdeckt worden.

Nacken reagiert sensibel auf leichte Berührungen
Wie die Wissenschaftler herausfanden, habe der weibliche Nacken vor allem auf leichte Berührungen sensibel reagiert, die Klitoris auf Vibration und Druck und die Brustwarzen ebenfalls auf Druck. Die weiblichen Genitalien hätten vor allem auf Druck und Vibration in Kombination mit leichten Berührungen sensibel reagiert und der Randbereich des Genitalbereichs reagiere vor allem auf leichte Berührungen. Allgemein legen die Ergebnisse nahe, dass die Klitoris und die Brustwarzen am empfindlichsten und die seitliche Brust und der Bauch am wenigsten empfindlich seien.

Erkenntnisse könnten bei sexuellen Problemen helfen
Wie die Forscher in der Fachzeitschrift „Journal of Sexual Medicine“ erklärten, sei die Studie die erste ihrer Art gewesen. Die Untersuchung solle dabei helfen, medizinische Standards für Genital- und Brustoperationen in Bezug auf die Genital- und Sexualfunktionen zu entwickeln. Zudem könnten die Erkenntnisse Frauen mit sexuellen Problemen helfen. Keinen Einfluss auf die Testergebnisse hätten die Größe der Brust, hormonelle Empfängnisverhütung, der Body-Maß-Index, der Menstruationszyklus und die sexuelle Orientierung gehabt. Sexuelle Abstinenz und Piercings seien dagegen durchaus dafür verantwortlich, dass Frauen sensibler auf Berührungen reagieren. (ad)

Bild: Helene Souza / pixelio.de