Jeder zweite Deutsche lehnt Grippeimpfung ab

Heilpraxisnet

Jeder zweite Deutsche macht keine Grippeimpfung

31.10.2013

Die Wintermonate stehen bevor und damit herrscht auch wieder Grippezeit. Experten empfehlen in diesen Tagen daher, sich impfen zu lassen. Dabei hat eine repräsentative Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) ermittelt, dass knapp die Hälfte der Befragten sich noch nie impfen lassen hat und Zweifel an der Wirksamkeit und am Nutzen dieser Vorsichtsmaßnahme bestehen. Es hat sich in der Vergangenheit auch gezeigt, dass der Impfstoff nicht alle Menschen vor schweren Erkältungen schützen kann. Für alle die einen Impfschutz in Erwägung ziehen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, denn der Körper benötigt ungefähr zwei Wochen, bis der Schutz aufgebaut ist, teilte die BzgA mit.

Impfung eigentlich nur für Risikogruppen wird empfohlen
Empfohlen wird eine Impfung besonders für die sogenannten Risikogruppen, Das sind Personen über 60 Jahren, chronisch kranke Menschen, Schwangere sowie für medizinisches Personal. Letztendlich lässt sich aber nur die Hälfte der Senioren und 40 Prozent der chronisch Kranken jedes Jahr impfen. Dafür wissen immerhin 75 Prozent der Befragten, dass eine Grippeimpfung jährlich aufgefrischt werden muss. Die Studie, die im Sommer 2012 vom Forschungsinstitut Forsa durchgeführte wurde, befragte insgesamt 4483 im Alter zwischen 16 bis 85 Jahren.

Auch das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt eine Impfung. Auch mit dem Wissen, dass nicht alle Menschen vor einer Grippe bewahrt werden können, ist man zumindest vor schweren Krankheitsverläufen geschützt. Selbst ein moderater Impfstoff, wie er in den letzten Jahren eingesetzt wurde, verhindert eine sehr große Zahl an Erkrankungen und erspart der Wirtschaft Verluste in Milliardenhöhe, so das Institut.

Grippe kann bei Schwangeren zu schweren Komplikationen führen
Die BZgA rät gerade Schwangeren zu einer Impfung. Sie sind besonders anfällig für Grippeinfektionen, da ihre verminderte Immunabwehr als Schutz dient, den Fötus nicht als Fremdkörper abzuwehren. Das birgt natürlich das Risiko, schneller an einer Grippe. zu erkranken. Es ist sinnvoll, sich ab dem vierten Monat impfen zu lassen.

Leiden schwangere Frauen dazu noch an chronischen Erkrankungen wie etwa Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck, ist es die Impfung im ersten Schwangerschaftsdrittel durchzuführen. Fängt sich eine werdende Müttern eine Grippe ein, kann es zu schweren Komplikationen wie Lungenentzündungen kommen. Um da Risiko für Schwangere so gering wie möglich zu halten, sollten sich auch alle anderen Familienmitglieder und alle engen Kontaktpersonen impfen lassen, empfiehlt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Eine Studie aus Austarlien hat als größte Gefahr für Säuglinge ungeimpften Geschwisterkindern, die eine Kita besuchen, ausgemacht. Kindergärten und Krabbelgruppen sind immer noch der ideale Ort, um sich mit eine Influenza anzustecken. (fr)

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