Jeder zweite Erstklässler weist Karies auf

Heilpraxisnet

Jedes zweite Kind in der ersten Klasse hat Karies

24.10.2013

Neuste Untersuchungen haben ernüchternde Ergebnisse geliefert. Bei fast jedem zweiten Erstklässler wurde Karies festgestellt. Jeder Vierte muss sogar dringend zur Behandlung.Trotz dieser alarmierenden Fakten stellen immer mehr Kitas das gemeinsame Zähneputzen ein.

„Bisher konnte wenigstens denjenigen Kindern eine Mundpflege täglich ermöglicht werden, die zu Hause keine Bürste anfassen“, sagt Birgit Dohlus von der Berliner Zahnärztekammer. „Eine Untersuchung der Landesarbeitsgemeinschaft zur Verhütung von Zahnerkrankungen (LAG) hat gezeigt, dass in diesem Jahr 8000 Kinder in ihrer Kita nicht mehr Zähne putzen“, erklärt der Chef Rainer Grahlen. Das sei ein Fehler, denn die frühkindliche Karies ist auf dem Vormarsch. Paul-Georg Jost-Brinkmann von der Uniklinik für Zahnheilkunde der Charité fordert deshalb: „Tägliches Zähneputzen muss eine Selbstverständlichkeit in allen Tageseinrichtungen sein bzw. wieder werden!“. Die Ansicht, dass das gemeinsame Zähneputzen den Schulablauflauf stört, ist weit verbreitet. Gerade Schulen, in denn Zahnpflege kaum stattfindet sind besonders angesprochen

Eine der wenigen Ausnahme, ist die Paula-Fürst-Schule in Charlottenburg. Unter Anleitung einer Lehrkraft sind hier täglich 200 Kinder nach dem Mittag im extra eingerichteten Zahnputzamt ordentlich am putzen.

Viele Berliner Zahnärzte geben an, dass die Schüler schon morgens mit geputzten Zähnen zur Schule kommen. Ungesunde Pausennacks verschlimmern das ganze noch zusätzlich. Etliche Eltern legen auf die Zahnpflege ihrer Kinder kein besonderes Augenmerk und nehmen die Kontrolle nicht so ernst. Kein Wunder also, das kranke Zähne im Kindesalter auf dem Vormarsch sind. (fr)

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Bild: Heike / pixelio.de